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Delitzsch Sägen knattern im Krostitzer Park: Neun kranke Pappeln fallen
Region Delitzsch Sägen knattern im Krostitzer Park: Neun kranke Pappeln fallen
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11:58 12.02.2016
Im Krostitzer Park ist es kahl geworden. Neun Pappeln mussten gefällt werden, weil sie nicht mehr standsicher, teils innen hohl waren.  Quelle: Foto: Thomas Steingen
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Krostitz

 Der an der Oberschule angrenzende Park in Krostitz benötigt nach Jahren des Stillstandes eine Schönheitskur. Und nach Auffassung von Bürgermeister Wolfgang Frauendorf (CDU) soll er mit dieser wieder zu einem Schmuckstück werden. Seit dem vorigem Jahr ist die Umgestaltung des Areals samt Sanierung seines Inselteiches im Gespräch. Jetzt scheint das Vorhaben Fahrt aufzunehmen. Am Montag begannen im Park die Fällarbeiten. Diese sollten eigentlich schon im Herbst starten, aber weil die Auftragsbücher der Firmen voll waren, sei kein früherer Termin zu finden gewesen, begründet der Bürgermeister.

„Neun Pyramidenpappeln haben wir entnommen“, berichtet Christian Franetzki, Inhaber der gleichnamigen Firma für Garten- und Landschaftsbau. „Die Bäume waren nicht mehr standsicher, die Mehrzahl von ihnen innen hohl“, so der Landschaftspfleger weiter, während er auf ein großes Loch im Innern eines Baumstumpfes zeigt. Einen ganzen Tag lang waren er, der Land- und Forstwirt Maik Prautzsch mit seiner schweren Technik sowie Mitarbeiter des Bauhofes mit dem Fällen beschäftigt. Dabei bot sich für Neugierige ein richtiges Spektakel, als die mächtigen Bäume krachend zu Boden fielen. Einer bereitete besondere Mühe, denn unmittelbar neben dem Schulgebäude stehend, neigte er sich zu diesem. „Deshalb mussten wir ihn beim Fällen mit einem Seil in die entgegengesetzte Richtung ziehen“, erzählt Christian Franetzki. Zwischenzeitlich ist das gefällte Holz aus dem Park abgefahren worden.

Laut Bürgermeister Frauendorf soll es nun hintereinanderweg weiter gehen. So sind an den Bäumen im hinteren Bereich noch Erziehungsschnitte erforderlich. Vor einigen Jahren waren in diesem Teil des Parkes Ausgleichspflanzungen vorgenommen worden. „Aber wir hatten Probleme mit dem nassen Boden und mit Wühlmäusen, die die Wurzeln der jungen Bäume abgefressen haben“, sagt Frauendorf. All das müsse bei der Gestaltung und Neubepflanzung des Parkes berücksichtigt werden. Konzeptionell arbeitet die Gemeinde dabei Hand in Hand mit dem Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen.

Als nächster Schritt steht die Sanierung (Entschlammen) des Inselteiches auf dem Programm. „Ich erwarte dieser Tage Informationen der Unteren Wasserbehörde, wie die Wasserführung zum Trockenlegen des Teiches erfolgen soll. Dann können wir loslegen“, sagt der Bürgermeister. Größtes Problem ist die Entsorgung des Schlammes. Mehrere Untersuchungen seien vorausgegangen, so Frauendorf weiter. Wobei die Behörde festlegt, wie und wo die Gemeinde den Schlamm zu entsorgen hat. Nach der Entnahme soll dieser zunächst neben dem Teich zum Trocknen zwischengelagert werden, bevor er fachgerecht entsorgt werden kann.

Von Thomas Steingen

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