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Delitzsch Saison der Treibjagden in Nordsachsen eröffnet
Region Delitzsch Saison der Treibjagden in Nordsachsen eröffnet
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16:09 04.11.2012
An der sogenannten Ansitz-Drückjagd im Mockrehnaer Ortsteil Torfhaus nahmen 100 Schützen teil. Quelle: Frank Püftze
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Torfhaus

100 Schützen,

42 Jagdhelfer, Forstlehrlinge, Waldarbeiter, Revierförster und 15 Hunde teil.

Um 14.30 Uhr lagen auf der großen Wiese drei Hirsche, vier Hirschkühe, neun Wildschweine und acht Rehe auf der Strecke. Elfmal Rotwild, zwölf Schwarzkittel, viermal Rehwild und zwei Füchse waren im vergangenen Jahr die Ausbeute. Von Frank Pfütze Sehen und gesehen werden – ganz wichtig bei der Jagd: Von weit her sichtbar stach die grell orange leuchtende Bekleidung der Jagdhelfer in die Augen. Ansitz-Drückjagd bedeutet, dass die Jäger auf Hochsitzen warten. Treiber und Hunde drücken das Wild aus der Deckung. Am frühen Nachmittag füllte sich die Wiese. Glühwein und Kaffee dampften aus Bechern, auf Krauses Grill lagen Steaks und Bratwürste.

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Der Himmel hielt da noch dicht. Die Autokennzeichen zeigten, dass Jäger aus ganz Deutschland anwesend waren. Aus Helmstedt in Niedersachsen ist Carsten Haas 250 Kilometer weit angereist: „Ich komme sehr gerne her. Sachsen ist eine feste Größe in der Jagdszene. Besser als hier geht es nicht. Sehr gute Organisation, gepflegte Forsten, gute Wildbestände. Der Staatsbetrieb Sachsenforst ist sehr vorbildlich", lobte der 55-Jährige. Gegen 14 Uhr war die Strecke fast komplett, ein Reh und ein Wildschwein kamen etwas später noch hinzu. Torfhaus-Revierleiter Lothar Friedrich stopfte sich genüsslich eine Pfeiffe – freute sich, dass alles sauber abgelaufen war und es keine Notfälle oder Unfälle gab – als ihn ein Helfer nach einem „Dixi-Klo" fragte. Friedrich konnte helfen: „Dreh dich mal um, da hast du 1700 Hektar Dixi-Klo!" Der Platz für die Strecke war mit Kiefernzweigen gesäumt. Am Ende hätte der Platz für wenigstens doppelt so viel Wild gereicht.

Der Leiter des Forstbezirkes, Jan Glock, fungierte als Jagdleiter. Für ihn hätte die Strecke etwas länger sein können oder wie er sagte: „Der Platz, den wir hergerichtet haben, ist zu groß." Mit der Kamera hätte am liebsten Bernd Michael „geschossen", denn er erblickte einen stattlichen Vierzehn-Ender. „Der ist an uns vorbei gelaufen wie bei einer Parade, als hätte er gewusst, dass wir ihn nicht schießen dürfen", erzählte der ehrenamtliche Revierleiter aus Dessau und klärte auf, dass die Anzahl der Geweih-Enden nichts mit dem Alter zu tun hat. Auch er lobte die Veranstaltung: „Der Sachsenforst ist für seine perfekte Organisation bekannt. Auch heute haben wir einen schönen Jagdtag hier erlebt. Ich bin sehr zufrieden", so der 55-Jährige. Glock hatte am Sonnabend den Abschuss von Reh-, Rot- und Schwarzwild, Füchsen, Marderhunden und Waschbären erlaubt. Starke Hirsche waren verboten. „Das Wichtigste ist, dass alle gesund sind und auch alle Hunde da sind. Ich freue mich besonders, dass die Bevölkerung unsere Jagd so gut annimmt", fasste er zusammen, da hatte Petrus längst das Dixi-Klo in Nordsachsen entdeckt und konnte das Wasser nicht mehr halten.

Frank Pfütze

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