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Sanieren oder abreißen? Diskussion um Leichenhalle in Spröda ist neu entfacht

Trauerfeiern Sanieren oder abreißen? Diskussion um Leichenhalle in Spröda ist neu entfacht

Die Leichenhalle in Spröda ist in einem so maroden Zustand, dass sie den Ansprüchen an würdevolle Trauenfeiern nicht mehr entspricht. Darüber herrscht in Spröda und in der Stadtverwaltung Einigkeit. Ob die Halle aber saniert oder abgerissen werden kann, darüber wird noch diskutiert. Der Gemeindekirchenrat bietet an, die Kirche generell für Trauenfeiern nutzen zu können.

Viele Diskussionen gab es schon um die Zukunft der Leichenhalle in Spröda. Soll sie aufwendig saniert oder abgerissen werden?

Quelle: Thomas Steingen

Spröda. Viel ist in der Vergangenheit über die Leichenhalle auf dem Sprödaer Friedhof diskutiert worden. Wird die marode Halle noch gebraucht oder kann sie abgerissen werden? Zu dieser Frage sollte kürzlich der Sprödaer Ortschaftsrat Stellung beziehen, konnte sich aber nicht eindeutig festlegen.

Das Gebäude ist städtisch, steht aber auf kirchlichem Grund. Der Zustand ist so schlecht, dass die Halle heutigen Ansprüchen an eine würdevolle Bestattung nicht mehr entspricht. Laut einem Gutachten, das die Stadtverwaltung Delitzsch vor drei Jahren in Auftrag gegeben hatte, besteht ein Sanierungsbedarf in Höhe von 46 000 Euro. Das erscheint der Stadt angesichts der angespannten Haushaltslage und der relativ geringen Anzahl von durchschnittlich vier weltlichen Trauerfeiern im Jahr in Spröda unverhältnismäßig. Weil sich aber der Gemeindekirchenrat lange gegen eine Öffnung seines Gotteshauses für weltliche Trauerfeiern strebte, passierte nichts. Nachdem der Gemeindekirchenrat nun beschlossen hat, die Kirche für alle Beerdigungen zu öffnen, ist wieder Bewegung in die Sache gekommen.

Kirchensanierung

Schon 2011 hatte der damalige Superintendent Christian Stawenow dafür plädiert, Leichenhallen in derart schlechtem Zustand abzureißen und die Kirchen zu öffnen. Auch der für Spröda nun zuständige Pfarrer Matthias Taatz sieht wenig Sinn darin, Gelder in zwei Gebäude – Kirche und Leichenhalle – zu stecken. Zudem sei die Halle in Spröda zu klein und tauge nur zur Leichen- und nicht zu einer Trauerhalle. Auch den Bedenken, einiger Sprödaer, dass die Kirche wegen Einsturzgefahr gesperrt werden könnte, widerspricht der Pfarrer. „Vor zehn Jahren ist in die Kirche eine Hilfskonstruktion eingebaut worden, sodass kein dramatischer Zustand herrscht“, erklärt Taatz. Außerdem stehen die Zeichen für die Sanierung des Gotteshauses auf Grün. Das Gremium, das über die Leaderförderung entscheidet, hat sich positiv zur Sprödaer Kirche geäußert, wobei die Stadt Delitzsch laut Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) dieses Vorhaben ausdrücklich unterstützt. Der Fördermittelantrag ist Termingerecht zum 29. Juni abgegeben worden.

Baubeginn im Herbst

„Sobald der Zuwendungsbescheid eingeht, werden wir die Bauleistungen ausschreiben“, so Matthias Taatz. Weil aber die Baufirmen derzeit voll ausgelastet seien, geht er davon aus, mit dem ersten Bauabschnitt der Turmsanierung erst im Herbst beginnen zu können. Dann würden sich die Arbeiten voraussichtlich bis zum Sommer 2017 hinziehen.

Von Thomas Steingen

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Spröda
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