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Delitzsch Schafe, Biker und Rosen prägen in Quering das Bild
Region Delitzsch Schafe, Biker und Rosen prägen in Quering das Bild
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09:57 09.03.2017
Klaus Dorn (76) auf seinem Hof: Statt der Landwirtschaft widmet er sich nun der Gastwirtschaft.  Quelle: Manuel Niemann
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Quering

 Quering ist eine kleine Ortschaft. Schon 1950 wurde sie eingemeindet, seit 1994 gehörte sie zu Neukyhna, das nun zu Wiedemar zählt. 92 Einwohner leben hier, heißt es im aktuellen Amtsblatt der Gemeinde. Das Gewerbegebiet Delitzsch-Südwest schließt auf der anderen Seite der S2 nahtlos an. Im Süden liegt der Grabschützer und Werbeliner See. Überbleibsel des Braunkohletagebaus, der auch dem kleinen Ort nahe rückte. „Ursprünglich war es ein kleines slawisches Dorf, in Hufeisenform angelegt. Hier gab es kein Rittergut, nur ein paar Bauern“, erzählt Wirtin Irene Dorn.

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Verbindung nach Brasilien

Um die Ortsmitte sind Bauerngehöfte verteilt, das größte Anwesen im Ort nennt sich nach einem Bauern: Fiedlers Hof. Ein ziemlicher Schandfleck, meint sie. Aber sie hoffen auf die Nachfahren einer Queringer Familie, die im 19. Jahrhundert nach Brasilien ausgewandert war. Dorns haben an der Ortschronik mitgeschrieben, alte Urkunden ausgewertet und bewahrt und den Kontakt über den Atlantik gesucht. Sie erzählen von verpassten Chancen für den Ort: dem Baustopp oder die Tankstelle, die nicht kam. Nun hoffen sie auf den brasilianischen Investor. Die landwirtschaftliche Vergangenheit prägt auch heute noch den Ort, es gibt wenig Gewerbe: eine Umzugsfirma und ein Fliesenleger werben weithin lesbar um Kunden. Daneben gibt es noch eine Esel- und Schlittenhunderanch und auch eine Jakobschafzucht. Die gefleckten Tiere sind ein seltener Anblick.

Motorradfans beleben den Ort

Ein solcher ist auch das Clubhaus des Road Eagle Motorradclubs Lissa, das schon von Weitem zu erkennen ist. Das Adlerlogo in gelb-schwarz prangt daran. Die Bikertreffen beleben den Ort. Auch Dorns profiteren davon. Während die Hartgesottenen im Sommer draußen campieren, zieht es die Frauen und Älteren zu ihnen ins Haus. Mit ihrem Mann und ihrer Tochter betreibt Irene Dorn das Rosenstübel, ein Restaurant mit einer Pension. Von außen ist auch das Rosenstübel bereits von Weitem an der Fassade zu erkennen. Die ziert eine Rose. Das Motto kommt nicht von ungefähr: Irene und Klaus Dorn sind Rosenfreunde, die in ihrem Garten eine Vielzahl an Sorten bewahren und auch im Delitzscher Rosenverein aktiv sind. Das ist nur eine Unternehmung: Auf ihrem Hof, nur unweit der Gaststube, betreiben sie zudem ein Puppen- und ein Fahrradmuseum. Die 74-jährige Irene Dorn war selbst im Radsport aktiv, Radtourenfahrten des Delitzscher Germania Vereins führen meist auch nach Quering.

Von Manuel Manuel

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