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Delitzsch Schenkenberg bekommt Ortsbegegnungszentrum
Region Delitzsch Schenkenberg bekommt Ortsbegegnungszentrum
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16:41 19.05.2015
Der betagte Gebäudekomplex der Kita Zauberhaus - mit Backsteinhaus (rechts), Mittelbau und Lehmgebäude - wird in Kürze geräumt. Quelle: Alexander Bley

Nach langwierigen Diskussionen gibt es die nun: Der Mittelbau wird zu einer Art Ortsbegegnungszentrum, wo Blasmusikverein, Landfrauen, Feuerwehr und Ortschaftsrat unterkommen sollen. Das benachbarte Lehmhaus wird abgerissen, der gelbe Backsteinbau steht ab heute zum Verkauf.

Im Gegensatz zu anderen Ortsteilen fehlt in Schenkenberg etwas Wesentliches: ein Bürgerhaus oder Ähnliches in Obhut der Kommune, das dem gesellschaftlichen Leben vor Ort ein Dach gibt. Lange kämpfen Ortschaftsrat und Gleichgesinnte deshalb schon um eine solche Stätte - und haben seit geraumer Zeit das Kita-Ensemble im Blick. "Es hat nun eine Einigung mit dem Ortschaftsrat gegeben, dass der Mittelbau der alten Kita künftig als Ortsbegegnungszentrum genutzt werden kann", berichtet Delitzschs Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos). "Dort wurden bereits in der Vergangenheit Dach, Fenster und Fassade erneuert, das Haus ist nach dem Auszug der Kita nutzbar."

Bernd Röhricht, Musikalischer Leiter des Blasmusikvereins Schenkenberg, gehört zu denen, die sich über diese Nachricht freuen. Die Instrumentalisten sind derzeit im Backsteingebäude der Kita untergebracht, befürchteten, ihren Probenraum zu verlieren. "Nun können wir in der Dorfmitte bleiben, müssen nur ins Nachbarhaus umziehen." Das sei zwar, sagt Bernd Röhricht, ein arbeitsreiches Unterfangen, weil mit dem Probenraum unter anderem auch der gesamte Schallschutz umziehen muss. "Doch wir scheuen die Mühen nicht. Wir packen auch gern mit an, um den Mittelbau drinnen auf Vordermann zu bringen" - wahrscheinlich dann zusammen mit den neuen Nachbarn: Ortschaftsrat, Landfrauen-Verein sowie die Jugendfeuerwehr, die einen Schulungsraum braucht. Nötig sind unter anderem Arbeiten an Elektrik, Heizung und Sanitär. Die künftige Raumaufteilung muss noch besprochen werden. Laut OBM Wilde soll nach dem Kita-Auszug zunächst eine Begehung mit allen Akteuren stattfinden.

Bereits ab heute steht der Backsteinbau zum Verkauf. Die Stadtverwaltung schreibt das etwa hundert Jahre alte Objekt samt rund 240 Quadratmeter Grundstück für 36 000 Euro aus, verweist auf den Verkehrswert und umfangreiche Sanierungsmaßnahmen, die anstehen. Findet sich kein Käufer, soll abgerissen werden. Definitiv dem Abbruch geweiht ist das Lehmgebäude gegenüber, um 1835 gebaut, nicht denkmalgeschützt. Fördermittel werden dafür angestrebt, auch für die Freiflächengestaltung. "Ziel ist, durch den Abriss eine Sichtachse in Richtung Kirche zu schaffen", erklärt Wilde. Allerdings werde dieses Vorhaben wohl zwei, drei Jahre in Anspruch nehmen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.06.2013

Kay Würker

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