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Schenkenbergs neue Wehrleitung kritisiert Ausbildungsstau

Gute Aussichten Schenkenbergs neue Wehrleitung kritisiert Ausbildungsstau

Für Christian Hinkefuß war die diesjährige Jahreshauptversammlung seiner Schenkenberger Wehr eine Premiere. Seit einem Jahr steht er den Kameraden vor, beerbte quasi Jürgen Schneider nach 20 erfolgreichen Jahren. Bei der Wahl der neuen Leitung gab es einen kompletten Generationswechsel.

Seit einem Jahr im Amt als Wehrleiter der Ortswehr Schenkenberg: Christian Hinkefuß.

Quelle: Ditmar Wohlgemuth

Delitzsch/Schenkenberg. Für Christian Hinkefuß war die diesjährige Jahreshauptversammlung seiner Schenkenberger Wehr eine Premiere. Seit einem Jahr steht er den Kameraden vor, beerbte quasi Jürgen Schneider nach 20 erfolgreichen Jahren. Bei der Wahl der neuen Leitung 2015 gab es einen kompletten Generationswechsel. Wohl weißlich gaben die gestandenen Feuerwehrleuten ihrer neuen Führung eines gleich mit auf dem Weg: Kippt nicht alles um, macht nicht gleich alles anders! Die Wehrleitung um Christian Hinkefuß beherzigte die gut gemeinten Hinweise der Gratulanten nach der Wahl sehr genau. Auf eigenen Füßen wollten sie dennoch stehen, drückten vor allem der praktischen Ausbildung und der Nachwuchsgewinnung ihren eigenen Stempel auf. Die Beteiligung der Schenkenberger an den Diensten schätzte Hinkefuß als „gut“ ein. Vor allem die Mitglieder der Schenkenberger ABC-Komponenten des ABC-Zuges waren intensiv bei der Sache, zeichneten sich durch besondere Aktivitäten aus. Zu vier Einsätzen wurde die Gruppe gerufen. „Dabei ist aufgefallen, dass wir mehr Flexibilität im Zug brauchen“, so Hinkefuß. Gegenseitige Ersetzbarkeit bedeute jedoch deutlich mehr Spezialausbildung, auch an der Feuerwehrschule. „Dort werden Plätze leider von Kameraden belegt, die weder im Alarmsystem integriert sind, noch die erforderliche Technik im Bestand haben“, berichtete Hinkefuß aus eigenem Erleben. Von einem Ausbildungsstau sprach er auch beim Grundlehrgang. Ordnungsdezernentin Angelika Stoye hörte dabei sehr genau hin. „Die Kreisausbildung“, so kündigte sie an, „werde weiterhin vom Landkreis sichergestellt.“ Als Herausforderung und „spannende Aufgabe“ bezeichnete sie die derzeit laufende Umrüstung auf Digitalfunk. Sie erfolge mit dem Umzug der Delitzscher Leitstelle Ende März nach Leipzig.

Künftig deutlicher als Gesamtwehr Delitzsch aufzutreten, das wünschte sich Hinkefuß. Die Voraussetzungen dafür könnte nicht besser sein, die Zusammenarbeit mit der Delitzscher Wehrleitung, aber auch mit dem Geräte- und Zeugwarten laufe unproblematisch und kameradschaftlich. Kassenwart Gordon Müller präsentierte dann das genaue und breite Einsatzspektrum des vergangenen Jahres. 25 Mal wurde nach den Schenkenbergern gerufen. Sie rückten unter anderem zu sieben Bränden, acht technischen Hilfeleistungen und vier Gefahrguteinsätzen aus.

Mit 17 Mitgliedern in der Jugendfeuerwehr des Dorf sind die Schenkenberger besonders gut aufgestellt. Zum Anwärter Feuerwehrmann wurden aus der Jugendwehr Sebastian Wogschin, Nicolas Böker, Kai Petersohn, Christian Taatz, Jan Liebert und Phillip Kollmann übernommen. Trotz Umzug nach Delitzsch kümmert sich Oliver Oppl auch weiterhin federführend um die Jungs, die altersmäßig in zwei Gruppen eingeteilt sind. „Der Jugendwehr stehen jetzt auch eigene Räumlichkeiten im Vereinshaus zur Verfügung“, erklärte Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) und erinnerte die neue Wehrleitung daran, durchaus „eigene Spuren im Sand zu hinterlassen.“

Für 60 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr ehrten Oberbürgermeister Wilde und der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Peter Schwenckner das Schenkenberger Quartett: Hans Troche, Günter Lange, Eduard Hönl und Joachim Bormann. Uwe Leon ist seit 25 Jahren Feuerwehrmann.

Von Ditmar Wohlgemuth

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