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Delitzsch Schild-Bürgerstreiche fürs Festival
Region Delitzsch Schild-Bürgerstreiche fürs Festival
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13:56 19.05.2015
Delitzscher Willkommensgruß auf Abwegen: Am Ortseingang aus Richtung Eilenburg fehlt er. Quelle: Alexander Bley

Zum Beispiel am vergangenen Wochenende beim Springbreak auf der Halbinsel Pouch an der Goitzsche. Vielerorts zeigten dort die Gäste, wo sie herkommen, hingen die Namenszüge ihrer Heimatkommunen an Zelte und Pfähle. Orte aus ganz Mitteldeutschland und darüber hinaus waren dort zu entdecken, auch um die 80 Delitzscher demonstrierten Heimatliebe. Dass so manches Ortsschild auf unlautere Weise zur Party kam, steht zu vermuten.

Immerhin: An zwei Delitzscher Ortseingängen klaffen derzeit Löcher, ist vom Stadtschild nur noch der Rahmen übrig. Betroffen sind im Südosten die Eilenburger Chaussee und im Norden die B 184. Ersatzweise wurden Tempo-50-Schilder montiert, damit Autofahrer sich nicht versehentlich außerorts wähnen und aufs Gas drücken. "Die Neubeschaffung dauert etwa vier bis sechs Wochen", teilt Rathaussprecherin Nadine Fuchs auf Anfrage mit. Zuständig sind jeweils die Eigentümer der Straße - im Falle der B 184 also der Bund, bei der Staatsstraße 4 Richtung Eilenburg der Freistaat. "Beauftragt wird jeweils die örtliche Straßenmeisterei. Jedes Schild kostet etwa 200 Euro."

Angesichts dieser Kosten hält sich die behördliche Begeisterung über den Lokalpatriotismus in Grenzen. Auch Axel Wohlschläger (CDU), Bürgermeister von Löbnitz, muss im Ortsteil Roitzschjora gezwungenermaßen nachrüsten. "Im Vorfeld des With-Full-Force-Festivals bauen wir die Schilder immer schon vorsorglich ab, aber vergangenes Jahr kamen die Diebe erst im Herbst, haben gleich an drei von vier Ortseingängen die Tafeln abgeschraubt. Eine davon muss noch ersetzt werden." In Wiedemar erlebte Bürgermeisterin Ines Möller (parteilos) einen Schilderklau im Zuge der Gemeindefusion: In Zwochau und Lissa kam bedrucktes Blech abhanden.

In allen Fällen wurde Anzeige bei der Polizei erstattet. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig. Einerseits lassen sich die Schilder auf Festivals kaum Einzelpersonen zuordnen. "Zum anderen müssen wir beweisen, dass die Tafel gestohlen und nicht privat beim Schilderdienst bestellt wurde", erklärt Delitzschs Revierleiter Klaus-Dieter Kabelitz. Ein Lösungsansatz: "Das Gemeindeeigentum könnte mit speziellen Stempeln markiert oder punktuell verschweißt werden." Bei Gullydeckeln - begehrt bei Metallsammlern - habe man damit gute Erfahrungen gemacht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 14.06.2014
Kay Würker

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