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Delitzsch Schladitzer Bucht: Erlebnis- und Reiterhof sollen weitere Zugpferde werden
Region Delitzsch Schladitzer Bucht: Erlebnis- und Reiterhof sollen weitere Zugpferde werden
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00:19 12.07.2017
Auf den Weideflächen südlich des Schladitzer Sees verbringen Kinder derzeit Reiterferien. Dort bietet Sandra Mader nicht nur Reitunterricht an, sondern will auch eine harmonische Beziehung zum Partner Pferd aufbauen. Quelle: Thomas Steingen
Rackwitz

Der Schladitzer See mit seinen sportlichen, kulturellen, touristischen und gastronomischen Angeboten ist bekanntlich das einzige Gewässer, das in der Bergbaufolgelandschaft rund um Delitzsch eine derartige Entwicklung genommen hat. Und längst hat die Realität bestehende Planungen überholt, werden Flächen auch außerhalb des genehmigten Bebauungsplanes genutzt, etwa als Ausweichparkplatz, wenn an besonders heißen Tagen Tausende zum See strömen. Seit zwei Jahren gibt es neben dem Wassersport- auch ein Reit- und Naturcamp. Dabei ist neben Ausritten auch Arbeit angesagt, die auf einer Öko-Ranch anfällt: ausmisten, Pferde striegeln oder mit dem Esel Feuerholz holen. So verbringen derzeit auf einer rund einem Hektar großen Fläche im Hinterland des Sees wöchentlich 16 Kinder Reiterferien, die die Grand Tamino Ranch in Kooperation mit dem Camp David Resort All and Sea durchführt. „Wir betreiben hier auf dieser Privatfläche mit Pachtvertrag im Einvernehmen mit der Gemeinde Rackwitz naturnahe Pferdehaltung und Weidewirtschaft. Grundlage ist ein nachhaltiges Konzept zur Pferdehaltung am See“, erklärt Ranch-Inhaberin Sandra Mader.

Bestandsschutz

Um diesen enormen Nutzungsdruck gerecht zu werden, hat der Landwirtschaftsbetrieb von Michael Glaser an die Gemeinde für zwei Flächen im Hinterland des Sees, auf denen ein Reiter- und ein landwirtschaftliche Betriebshof entstehen sollen, die Aufstellung von vorhabensbezogenen B-Bauungsplänen herangetragen. Der Rackwitzer Gemeinderat hat jüngst mehrheitlich für die Ausstellung der Pläne gestimmt. Mit beiden Vorhaben soll die Attraktivität der Flächen am Schladitzer See gesteigert werden. „Wir begrüßen die Projekte“, sagt der Rackwitzer Bürgermeister Steffen Schwalbe (parteilos). Mit ihnen werde zudem nachträglich legalisiert, was baulich auf diesen Flächen bereits entstanden ist. Beides füge sich gut in die Landschaft ein und sei auch mit dem Landschaftspflege- und regionalen Planungsverband abgestimmt, so Schwalbe. Weil der See auch für Reiter ein beliebtes Ziel sei, passe ein Reiterhof in sein Umfeld. Außerdem sei die Schaffung weitere Reitwege im Gespräch, so Schwalbe

Er sieht die Gemeinde in der Pflicht, Bedingungen zu schaffen, die es ermöglichen, auch außerhalb des Badebetriebes ganzjährig Einnahmen zu erwirtschaften. Zudem verspricht sich der Bürgermeister mit der Bewirtschaftung der Flächen einen Effekt zur Vermeidung illegaler Müllablagerungen, womit Strandbetreiber und Kommune dort zu kämpfen haben.

Rezeption an der Einfahrt zum Erholungsgebiet

Der Betriebshof für das Erholungsgebiet an der Schladitzer Bucht, der östlich des Strandes und nördlich der Zufahrtsstraße geplant ist, soll mit einem Erlebnisbauernhof das bisherige Angebot ergänzen. Ziel sei es außerdem die Verkehrsführung an der Zufahrt zum Erholungsgebiet neu zu ordnen. So könnten dort Verwaltungsgebäude und Rezeption entstehen, sagt Schwalbe. Wie bisher stünde die Fläche weiterhin als Überlaufparkplatz zur Verfügung.

Von Thomas Steingen

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