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Delitzsch Schladitzer Bucht startet am Samstag in die Saison
Region Delitzsch Schladitzer Bucht startet am Samstag in die Saison
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20:09 29.04.2010
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Rackwitz

Auf die am Samstag beginnende Saison am See hat das jedoch noch keine Auswirkungen. Sonne, trockenes Wetter und Temperaturen über 20 Grad – schon brummt die Bucht, tummeln sich Badelustige am Schladitzer Sandstrand. Obwohl erst morgen der Saisonstart im Kalender steht, wagten sich bereits gestern und an den Vortagen Besucher ins noch kühle Nass. „Die Schladitzer Bucht wird jedes Jahr beliebter“, stellt Michael Glaser fest, Geschäftsführer des Seebetreibers All-on-sea. Und hofft zugleich auf die Zuneigung der Fördermittelgeber. Denn nach wie vor ist das Ausflugsziel infrastrukturell ein Provisorium. „Wir haben keine Trinkwasserleitung vor Ort, sondern nur eine Grundwasser-Aufbereitungsanlage. Und das Abwasser muss zweimal pro Woche in Tanks per Lkw abgeholt werden“, schildert Glaser. Auch die Zuwegungen seien unzureichend, zudem werde das unbefestigte Ufer durch Wellenschlag abgetragen. „Seit fünf Jahren warten wir, dass es vorangeht, aber das Verfahren ist äußerst ausgedehnt, vor allem durch die langen Kommunikationswege bei den Entscheidungsträgern. Dennoch ist Michael Glaser optimistisch, dass nun endlich der Knoten platzt. Der Gemeinderat Rackwitz hilft dabei: Auf seiner jüngsten Sitzung beschloss das Gremium die Aufstellung des Bebauuungsplanes „Erweiterung der Schladitzer Bucht“. Während im bisherigen Bebauungsplan nur ein kleines Areal abgedeckt wurde, soll das neue Papier nun Baurecht für gesamte touristisch nutzbare Gebiet schaffen – für knapp 20 Hektar mit Badebereich, Gastrozone, Wassersportschule und Zuwegungen. Die Erweiterung sei nötig, heißt es in der Beschlussvorlage,um die künftige Nutzung des Schladitzer Sees zu sichern und planungsrechtliche Voraussetzungen für weitere Entwicklungspotenziale zu schaffen. Denn ohne Baurecht gibt es keine Fördermittel. Paragraf vier des III. Verwaltungsabkommens Braunkohlesanierung nennt sich der Gesetzespassus, der den großen Geldsegen verspricht. Die Bundesmittel drohen jedoch zu verfallen, stehen im Moment nur bis Ende 2012 zur Verfügung. Der Träger der Ausbaumaßnahme, die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft, muss sich also beeilen. Die Gemeinde selbst kann nicht viel tun – abgesehen von dem Bebauungsplan, den nun ein Ingenieurbüro erarbeiten soll. Rund 1,6 Millionen Euro werde die neue Infrastruktur an der Schladitzer Bucht kosten, sagt Michael Glaser. Angestrebt werde eine Insellösung mit eigenem kleinen Wasserwerk und biologischer Kläranlage. Das Ufer soll auf unauffällige Weise befestigt werden, unter Berücksichtigung des noch zwei Meter steigenden Wasserspiegels. Ein neuer, weniger steiler Weg zum Strand sei ebenfalls vorgesehen. „Gebaut werden soll das alles voraussichtlich von September 2011 bis April 2012.“ Wohnhäuser, ein Campingplatz oder gar Hotels stehen laut Gemeindeverwaltung allerdings nicht auf der Liste. All-on-sea behilft sich auch in dieser Saison wieder mit Improvisation. So soll es zum Beispiel zusätzliche Ausweichparkflächen geben. „Und wir haben unser Angebot deutlich erweitert“, wirbt der Geschäftsführer. „Mit der Seglermanufaktur haben wir neue Partner im Boot, um noch mehr Segel- und Bootsführerscheinkurse ins Programm nehmen zu können. Neu ist auch ein spezielles Frühstücksangebot täglich von 10 bis 12 Uhr.“ Ab Samstag hat die Gastronomie wieder täglich geöffnet. Direkt am Saisonstarttag soll es ab 15 Uhr Musik und Lagerfeuer geben, um 10, 13, 15 und 17 Uhr außerdem ein kostenloses Schnuppersegeln. Und wer etwas Glück mitbringt, kann sich Rabatte für künftige Kurse erwürfeln.

Kay Wuerker

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