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Schlagader statt Krampfader: Ausbaupläne für Delitzscher Südachse

Schlagader statt Krampfader: Ausbaupläne für Delitzscher Südachse

Ein Delitzscher Nadelöhr und Radfahrerschreck nimmt neue Konturen an. Zumindest auf dem Papier. Die südliche Hauptverkehrsachse zwischen Pep-Markt und Bismarckstraße soll ausgebaut werden, die Vorplanung ist jetzt fertig.

Delitzsch. Wann genau aus Zahlen und Zeichnungen Realität wird, steht nicht fest. Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) steckt aber mit etwas Optimismus den Zeitrahmen ab: drei Jahre.

Die Vision der neuen Verbindung beschäftigte diese Woche den Delitzscher Stadtrat. Vertreter des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv), das für die Staatsstraße verantwortlich ist, waren zu Besuch. Mit dabei: Kathrin Zeidler, Chefin in der Delta Planungsgesellschaft. Ihr Delitzscher Büro hat im Lasuv-Auftrag Zukunftsideen für die Südachse entwickelt. Dabei geht es konkret um die Leipziger Straße zwischen Pep-Markt und Richard-Wagner-Straße sowie weiterführend um die August-Bebel-Straße bis zur Loberbrücke. Insgesamt 935 Meter. Eine teilweise ziemlich enge Krampfader im Delitzscher Straßennetz, die durch Umgestaltung zu einer gesund pulsierenden Schlagader werden soll.

Untersucht wurden zwei Varianten mit unterschiedlichen Ausbaubreiten. Die ausladendere bedeutet eine 10,20 Meter breite Fahrbahn, an deren Rändern Radfahrstreifen mit durchgezogener Linie abgetrennt werden. Allerdings gilt diese Lösung als überdimensioniert, da sie für Verkehrsaufkommen bis 1800 Fahrzeuge pro Stunde ausgelegt und nicht auf der kompletten Ausbaustrecke durchzuhalten wäre. Eine Zählung auf der Leipziger Straße ergab stündlich 760 bis 870 Motorisierte. Variante zwei, etwas schmaler, würde sich nach fachlicher Ansicht für 400 bis 1000 Fahrzeuge eignen. "Dieser Variante geben wir den Vorzug", erklärte Kathrin Zeidler. Jene Version kommt mit einer Fahrbahnbreite von 7,50 Meter aus. Links und rechts entstehen jeweils 1,50 Meter breite Radler-Schutzstreifen, markiert mit gestrichelter Linie. "Die Straße ist breit genug, dass sich Autos begegnen können, ohne auf den Schutzstreifen ausweichen zu müssen", so Zeidler. Hinzu kommen beidseitig 2,80 Meter breite Gehwege, außer im Bereich südlich der Straße Am Wasserturm. Dort ist nur auf der Gartenmarktseite ein Trottoir vorgesehen. Kombinierte Geh- und Radwege empfiehlt Zeidler nicht: Sie hätten sich aufgrund höherer Unfallzahlen nicht bewährt.

In der August-Bebel-Straße, wo die Diesterweg-Grundschule angrenzt, soll auf den hohen Bedarf an Parkflächen reagiert werden. "Vorgesehen sind eine Reihe von Längsstellplätzen auf beiden Seiten der Fahrbahn." Auf diese Weise sollen auch die Radwege frei von blockierenden Autos bleiben. Ausgebaut werden zudem die Einmündungen von Wiesenstraße und Straße Am Wasserturm.

Als besondere Herausforderung gilt der fünfarmige Knoten in Höhe der Richard-Wagner-Straße. Untersucht wurde einerseits die Installation einer Ampel. Die Tendenz geht jedoch zum Kreisverkehr - mit Querungshilfen für Fußgänger an den anliegenden Straßen. Der Kreisel wäre etwa so groß wie der auf dem Nordplatz und würde bei Bedarf ermöglichen, die Elberitzstraße in zwei Richtungen freizugeben. Verhindert werden müsste allerdings, dass sich bei geschlossenen Bahnschranken der Verkehr bis in den Kreisel zurück staut. Gelöst werden könnte das mit Hilfe einer zusätzlichen Aufstellspur in der Mitte der Leipziger Straße zwischen Kreisel und Schranke.

Welche Variante tatsächlich gebaut wird, entscheidet sich in den nächsten Monaten. Zunächst sind diverse Behörden anzuhören und weitere Anregungen zu sammeln. Der Stadtrat half dabei: So empfahl etwa Rüdiger Kleinke (SPD), in Höhe des Gartenmarktes eine Querungshilfe für Radfahrer zu schaffen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.07.2015
Kay Würker

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