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Delitzsch Schloss Wölkau: Landkreis macht Weg für Verkauf frei
Region Delitzsch Schloss Wölkau: Landkreis macht Weg für Verkauf frei
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07:00 26.09.2017
Teile des Schlosses sind noch halbwegs gut erhalten – Rettung scheint zu nahen. Quelle: Christine Jacob
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Wölkau

Es sieht gut aus für das Schloss Wölkau. Die Zeichen stehen in Richtung Verkauf und Sanierung. Der Kreistag von Nordsachsen hat jedenfalls den Weg für einen Verkauf der Immobilie freigegeben – einstimmig und diskussionslos. Ein Interessent für das Objekt ist gefunden, nun könnte es an die Verträge gehen. Allerdings nicht an der Gemeinde Schönwölkau vorbei.

Gemeinde zögert noch

Bevor der einstige Prachtbau an einen neuen Besitzer verkauft werden kann, gilt es, alte Papiere zu bereinigen. Das hat der Landkreis nun getan, indem er auf die bislang bestehende sogenannte Rückauflassungsvormerkung für das Grundstück verzichtet beziehungsweise für die Löschung stimmte. Die Zustimmung erfolgte unter der Voraussetzung, dass ein sanierungswilliger Investor gefunden ist und die Veräußerung des Schlosses notariell beurkundet wird. Der Gemeinderat Schönwölkau geht noch ein klein wenig weiter. Die Kommune wird über die Löschung erst entscheiden, wenn der Notarvertrag vorliegt beziehungsweise der Investor vorstellig wird. Sowohl Landkreis als auch Kommune wollen sicherstellen, dass die Schlossanlage in ihren wesentlichen Teilen denkmalgerecht erhalten werden kann. „Der Landkreis Nordsachsen kann die Schlossanlage nicht selbst entwickeln, da dies sowohl den finanziellen Rahmen als auch die eigentlichen Aufgaben des Landkreises übersteigt“, wird klar gestellt.

Schloss Wölkau verfällt

Nötig hat es das Barockschloss auf jeden Fall. Nicht nur, dass der Putz abfällt, der einstige Prachtbau ist von Hausschwamm befallen. Zudem sind bereits Zwischendecken eingebrochen und Löcher in Dachteilen lassen Feuchtigkeit weiter ins Gemäuer dringen. Die Schloss Schönwölkau Besitz GmbH allerdings ist nicht in der Lage, die Sanierung zu stemmen. Zum potenziellen Investor halten sich alle Beteiligten nach wie vor bedeckt. Die Gerüchteküche brodelt um eine Leipziger Firma mit nordsächsischen Wurzeln. Keiner, weder Landkreis noch Gemeinde Schönwölkau, scheint den Interessenten durch Öffentlichkeit verschrecken zu wollen.

Von Christine Jacob

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