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Schnipp, schnipp - Neue Asphaltpisteführt nun bis an den Werbeliner See

Schnipp, schnipp - Neue Asphaltpisteführt nun bis an den Werbeliner See

Lange hat die Stadt Delitzsch um eine Zufahrt zum Werbeliner See gerungen. Nach einem knappen Jahr Bauzeit durchschnitten am Mittwoch der Delitzscher Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) und Thomas Rösler, Leiter Projektmanagement der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV), symbolisch das Band zur Freigabe.

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Quelle: Wolfgang Sens

Delitzsch. "Die Zufahrt ist die Grundvoraussetzung für die weitere Nutzung des Sees", betonte der Abteilungsleiter. Manfred Wilde erinnerte an den langen Weg bis hierher, denn schon 1999 hatte der Stadtrat als Entwicklungsziel beschlossen, den Bereich der ehemaligen Tagesanlagen Delitzsch-Südwest und die sich südlich anschließende Halbinsel als Hauptstandort für die Erholungsinfrastruktur zu gestalten. 2010 folgten Beschlüsse zum Ankauf der Flächen und zur Aufstellung eines Bebauungsplanes.

Das Konzept zur straßenseitigen Anbindung des mit dem Oberbergamt Freiberg und dem Regionalen Planungsverband Westsachsen abgestimmten vorgesehenen Erholungs- und Freitzeitbereiches am nordöstlichen Ufer des Werbeliner Sees sieht einen nördlichen und östlichen Anschluss an die Bundesstraße 184 vor. Mit der jetzt gebauten Straße, die, wie berichtet den Namen Zum Seeblick (vormals Grubenstraße) trägt, ist der nördliche Anschluss und die direkte Verbindung vom Delitzscher Stadtzentrum über die Hallesche und Schkeuditzer Straße hergestellt worden. Laut LMBV soll der östliche Anschluss an die B 184 gegenüber der Ortslage Brodau zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden.

Mit der Zufahrt zum See über die Straße "Zum Seeblick" ist zugleich der überregionale Radweg Kohle-Dampf-Licht geschlossen worden. Die Zufahrt umfasst eine 1800 Meter lange Straße einschließlich neuem Kreisverkehr, an dem später die Zufahrt aus Richtung Brodau angebunden werden kann, und einen Parkplatz. Wie Thomas Rösler informierte, begannen die Arbeiten im Juni 2014 und wurden am 7. Mai und damit knapp einen Monat vorfristig beendet. Dafür dankte Rösler den Mitarbeitern des ausführenden Bauunternehmen Günter Papenburg Verkehrswegebau GmbH aus Halle. Denn sie hatten den Bauverzug, der durch zusätzliche Stabilisierungen des Baugrundes im Zuge der Arbeiten notwendig geworden war, aufgeholt.

Auf dem 7400 Quadratmeter großen Parkplatz entstanden 169 Pkw- und vier Busstellplätze. Der Kreisverkehr besitzt einen Durchmesser von 35 Metern und der Ausbau der asphaltieren Straßeabschnitte erfolgte in einer Breite von 6,50 Metern. Vom Parkplatz aus führt ein 690 Meter langer und 3,50 Meter breiter behindertengerechter Zugang zum See. Die Baukosten liegen bei 1,5 Millionen Euro. Finanziert wurde das Vorhaben über das Verwaltungsabkommen Bund/Länder zur Braunkohlesanierung.

Reinhard Zänker, sachkundiger Bürger im Technischen Ausschuss der Stadt, bedauerte, dass "kein Wort über die künftige Nutzung der von der Stadt Delitzsch erworbenen Flächen am Nordufer des Sees verloren wurde". Denn diese ist weiter unklar. Vor allem das benachbarte europäische Vogelschutzgebiet schränkt die Möglichkeiten für Freizeit und Erholungszwecke wesentlich ein. "Mit dem in Bearbeitung befindlichen Besucherlenkungskonzept soll auf Hinweistafeln auf die spezifischen Nutzungsbedingungen im und am Schutzgebiet hingewiesen werden. Aufgeklärt wird insbesondere über Schutzstatus, Artenvielfalt, Sensibilität der verschiedenen Arten und auf die sich daraus ergebenden Beschränkungen für die Besucher", erklärte Vize-Landrat Ulrich Fiedler auf LVZ-Anfrage.

Bis Ende 2015 besitzt die Stadt Delitzsch ein Rücktrittsrecht vom Kauf der Flächen. "Wir arbeiten nun daran, dieses verlängern zu können, sollte keine Entwicklung im Sinne von Freizeit und Erholung möglich sein", sagte Oberbürgermeister Wilde. © Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.05.2015
Thomas Steingen

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