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Delitzsch Schönwölkauer Schilderproblem wächst sich aus
Region Delitzsch Schönwölkauer Schilderproblem wächst sich aus
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00:20 20.08.2017
Am Brinniser Friedhof ist alles korrekt, das Schild weist darauf hin, dass man auf dem Weg parken darf. Quelle: Foto: Christine Jacob
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Wölkau

„Je länger man durch die Dörfer fährt, desto schlimmer wird es.“ Der Schönwölkauer Bürgermeister Volker Tiefensee (CDU) ist frustriert. Knapp zwei Monate ist es her, dass ihm die Ansage gemacht wurde, dass die bisherige Parkordnung nach dem Motto „Wir sind hier auf dem Dorf“ so nicht in Ordnung geht und Schönwölkau eine ganze Reihe Verkehrsschilder braucht.

Fehlende Zeichen

Jahre und mitunter Jahrzehnte war es in den Schönwölkauer Ortsteilen möglich, auf Gehwegen zu parken, die zwar durch ihre Gestaltung als Parkflächen erkennbar waren, aber nicht extra mit den entsprechenden Verkehrszeichen (blaues Schild mit weißem P) ausgestattet sind. Die Polizei verteilte Knöllchen wegen dieser Ordnungswidrigkeit, die Bürger mussten zahlen. Tiefensee bat bei der Bußgeldstelle sogar um Einstellung der Verfahren, scheiterte aber. Und er zählte nach, wie viele solcher Parkflächen es in der Gemeinde mit ihren elf Ortsteilen gibt und wie viele Schilder er anschaffen müsste. Der Wert von 25 ist inzwischen Geschichte und mittlerweile sind auch alle Ortsteile betroffen. „Ich rechne inzwischen mit rund 30 Schildern“, so Tiefensee. Inklusive Aufstellung kalkuliert Tiefensee mit Kosten um die 500 Euro pro Schild.

Erst mit diesem Schild wird es wirklich legal auf dem Gehweg zu parken. Quelle: web

Momentan warnt er die Schönwölkauer Einwohner vor dem Parken auf nicht extra gekennzeichneten Fußwegen, auch wenn sie dort sonst immer gestanden hätten. Lieber solle man am Straßenrand parken. Das Problem: Viel mehr kann der Bürgermeister nicht tun. „Die Schilder müssen erst angeordnet werden, ich selbst kann sie nicht einfach aufstellen“, sagt Volker Tiefensee. Die dazu notwendige Begehung hat noch nicht stattgefunden. Den konkreten Antrag zu Kauf beziehungsweise Aufstellung muss die Gemeinde Schönwölkau dann auch beim Verwaltungspartner Krostitz stellen, da das dortige Ordnungsamt zuständig ist.

Auch andere Gemeinden betroffen

Das Problem ist längst kein reines Schönwölkauer Problem mehr. Auch im Jesewitzer Ortsteil Gostemitz. Dort setzt sich nun ein Anlieger per Anwalt mit der Polizei auseinander, die ausgerechnet im 60-Einwohner-Ort Knöllchen fürs Parken auf dem Fußweg unter ähnlichen Bedingungen verteilte. Volker Tiefensee fährt mittlerweile nicht nur durch die Dörfer seiner Gemeinde mit Argusaugen: „Auch in anderen Gemeinden sehe ich das Problem immer wieder“, berichtet er. Überall sei es Usus, auf Gehwegen zu parken, wie durch andersartige Pflasterung und Co. zwar als Parkflächen erkennbar, aber eben nicht extra mit den Schildern gekennzeichnet sind.

Von Christine Jacob

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