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Schokofabrik Delitzsch: Gewerkschaft fürchtet „ungewisse Zukunft“

Nach dem Verkauf von Halloren Schokofabrik Delitzsch: Gewerkschaft fürchtet „ungewisse Zukunft“

Sind die Jobs in der Schokoladenfabrik Delitzsch etwa doch in Gefahr? Nach dem Weiterverkauf des Werks von Halloren zum Großaktionär Darren Ehlert sorgt sich die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) um die Zukunft des Standortes.

Steht die Schokofabrik Delitzsch doch vor einer schweren Zukunft? Noch bemerken Kunden von dem Weiterverkauf des Werkes nichts

Quelle: Wolfgang Sens

Delitzsch. Die Schokofabrik Delitzsch ist seit zwei Tagen in aller Munde. Das aber nicht wegen leckerer Pralinen oder süßer Naschereien: Der Verkauf des Werkes Delitzsch durch Halloren sorgt für Gesprächsstoff in der Stadt und Region. Bislang hieß es: Alles nicht so schlimm, der Standort bleibt erhalten, der Verkauf an den Halloren-Großaktionär Darren Ehlert hat zumindest kurzfristig keinen Einfluss auf Produktion und Arbeitsplätze.

Gewerkschaft: Sorgen um den Erhalt der Arbeitsplätze

Jetzt aber meldet sich die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) kritisch zu Wort. Tenor: Man sorge sich sehr wohl um den Erhalt der Arbeitsplätze bei Halloren und im verkauften Delitzscher Werk. „ Es ist uns völlig unklar, wie der Eigentümer mit dem angekündigten Strategiewechsel Geld verdienen will“, sagte NGG-Sprecherin Karin Vladimirow auf Anfrage von LVZ.de. Die Gewerkschaft befürchte, dass Halloren und das Delitzscher Werk vor einer ungewissen Zukunft stünden. Am Standort Delitzsch gibt es derzeit rund 300 Beschäftigte.

Branchenverband: Schwierige Marktlage, hoher Konkurrenzdruck

Ähnlich skeptisch sieht auch der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie die schwierige Marktlage: „Ein harter Konkurrenzdruck im nationalen Wettbewerb, Unsicherheiten im internationalen Wettbewerb, immer mehr staatliche Regulierungen und weiterhin hohe Rohstoffkosten belasten die Ertragslage vieler der über 200 industriellen Hersteller.“

Halloren-Sprecher: Zusammenarbeit wird fortgesetzt

Die Leitung des Delitzscher Werkes war bislang nicht für Rückfragen zu erreichen. Nach LVZ.de-Informationen wurden alle Verantwortlichen nach Halle in die Zentrale gebeten. Ein Sprecher hatte am Mittwochabend gesagt: „Die Zusammenarbeit wird fortgesetzt. Delitzsch wird weiter als verlängerte Werkbank agieren.“ Bisher nutzt Halloren die Schokoladenfabrik in Delitzsch vor allem, um dort Eigenmarken für Supermärkte zu produzieren. „Die umfangreichen Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen den Gesellschaften bleiben unverändert erhalten“, heißt es im Geschäftsbericht. Und vom neuen Eigentümer heißt es bislang: Entlassungen soll es in Delitzsch nicht geben.

Von Ulrich Milde und Thomas Steingen

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