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Delitzsch Schulerweiterung in Kyhna: Planungen können beginnen
Region Delitzsch Schulerweiterung in Kyhna: Planungen können beginnen
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00:37 19.10.2015
Soll einen Anbau bekommen: der Grundschulstandort in Kyhna. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Wiedemar

Die Vergabe erfolgte an das Planungsbüro architekten + ingenieure probau Delitzsch. Vorangegangen war dieser Entscheidung eine zeitweise heftige Diskussion. Dabei ist der Beschluss letztlich nur die Folge dessen, wofür sich die Abgeordneten bereits im Dezember 2014 und im April dieses Jahres ausgesprochen hatten: Im vergangenen Jahr war bereits beschlossen worden, den Planungsleistungen für die Erweiterung des Hortes in Kyhna zu vergeben. Gleichzeitig sollte die Schaffung von Ersatzräumen für die Grundschule in die Planung aufgenommen werden.

Dem folgte die Entscheidung im April: Ab dem Schuljahr 2019/20 wird es nur noch einen Grundschulstandort geben und der wird in Kyhna sein. Die gleitende Schließung der Grundschule Wiedemar in Wiesenena ist damit beschlossene Sache. Dass es derzeit noch ausgelagerte Klassen in Wiesenena gibt, hängt damit zusammen, dass die räumlichen Bedingungen in Kyhna noch nicht ausreichen, um alle Schüler an einem Ort, in Kyhna, aufzunehmen.

Das war im Übrigen auch der Grund, weshalb sich die Sächsische Bildungsagentur auf die Auslagerung, faktisch gesehen ist es damit eine zeitlich befristete Außenstelle, einließ. Sie gilt vorerst für dieses und das kommende Schuljahr, danach erfolgt eine weitere Prüfung der Gegebenheiten. Aus Sicht der Schulleiterin der Grundschule Kyhna, Katrin Hecht, handele es sich, auf den zu bewältigenden Arbeitsablauf bezogen, um eine eigenständige Schule. "Zwei Schulen, doppelte Arbeit", fasste sie zusammen.

Nach jetzigem Bedarf müssen in Kyhna insgesamt acht Klassenräume neu geschaffen werden. Hinzu kommen Fachkabinette für den Kunst- und Religionsunterricht, sowie ein Computerkabinett. In dem geplanten Anbau an das vorhandene Flachgebäude der Schule würden drei Klassenräume, zwei Fachkabinette sowie die erforderlichen Vorbereitungsräume unterkommen. Im Neubau sind natürlich auch die erforderlichen Sanitärbereiche geplant. Wie es aus der Verwaltung hieß, werde der Eingangsbereich zum neuen Gebäude barrierefrei gestaltet.

Für die Wiedemarer Abgeordnete Karin Bödemann (CDU) bestehe kein Anlass, zusätzliche Räume in Kyhna zu schaffen, wenn in Wiesenena diese in ausreichender Zahl vorhanden sind. Schulen im ländlichen Raum zu erhalten, habe sie sich während der Zeit als Bürgermeisterin zur Aufgabe gesetzt. "Die Schließung der Grundschule in Wiesenena steht damit im Widerspruch", sagte sie und stimmte gegen den Beschluss. Sie befürchtet zudem, dass sich einige Eltern dazu entscheiden könnten, ihr Kind in Glesien einschulen zu lassen. Bislang liegen drei Anträge der Verwaltung vor, war zu erfahren. Auch Ute Meißner (SPD) aus Kölsa sprach sich gegen den Beschluss aus und begründete dies mit sinkenden Schülerzahlen. "Eine Beschulung der gesamten Schüler kann mit den bestehenden Klassenräumen ab dem Schuljahr 2019 nicht gewährleistet werden", teilte Wiedemares Bürgermeister Ines Möller (parteilos) mit. Der Fördermittelantrag für die Erweiterung muss in Kürze eingereicht werden, wenn die Gemeinde zeitgerecht die Räume herstellen will.

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