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Delitzsch Schullandheim Reibitz begeistert in den Ferien Kinder für Musik
Region Delitzsch Schullandheim Reibitz begeistert in den Ferien Kinder für Musik
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00:16 08.08.2017
Ekkehard Vogler (links) begeisterte im Schullandheim Reibitz die rund 30 Kinder für seine „Crazy Music“. Quelle: Manuel Niemann
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Reibitz

Es wird laut im Schullandheim Reibitz: Trommelschläge donnern durch das Areal, wo sonst die Natur idyllisch lockt, entdeckt zu werden. In einem Kreis haben rund 30 Kinder Aufstellung genommen. Die „Trommeln“, auf die sie mit Klanghölzern schlagen, sind eigentlich übereinandergeklebte Blumenkübel aus Hartgummi. Ekkehard Vogler hat ihnen einen Perkussionisten-Trick verraten: das Schlagmuster, das die Kinder mitunter weit ausholend wiederholen, ist nichts anderes als die erste Strophe von „Hänschen klein“. Auf jeder Silbe liegt ein Schlag. Vogler ist Musikvermittler und arbeitet für das MDR-Sinfonieorchester im Jugend-Musik-Netzwerk CLARA. Dafür begeistert er Kinder für Musik, ohne dass die Bezüge zur Klassik gleich offenliegen.

Ungezwungener Umgang zu Instrumenten

„Crazy Music“ nennt er das und kommt sichtlich bei den Knirpsen an. Für sie ist es der Abschluss ihrer Ferienlagerwoche mitsamt Erfahrungen wie Neptunfest, Disco oder auch auf einem Bulldog zu fahren. „Wir versuchen, den Kindern immer eine Abwechslung zu bieten, immer neue Highlights“, sagt Debora Glewe, die pädagogische Leiterin des Schullandheims. Die „Crazy Music“ zeigen die Kinder später ihren Eltern. Was diese noch nicht wissen, auch sie werden dann mitmachen. „Crazy Music“ steckt an. Mit den Schlag- und Streichinstrumenten haben sie ein kleines Programm einstudiert. Dabei kommen für die Kinder ungewohnte Instrumente wie ein Kontrabass zum Einsatz, aber auch Abwegiges: Es gibt Schlagzeuge aus Dosen, eine Art Xylofon, bei dem jedoch unterschiedlich große Schraubenschlüssel angeschlagen werden, Bratpfannen, Rohre, Rasseln und Plexiglasscheiben, die jeweils Rhythmen erzeugen.

Neue Erfahrungen warten auf die Kinder

„Ich habe noch nie in meinem ganzen Leben Kontrabass gespielt“, sagt die 12-jährige Lea aus Pouch. „Aber es war ganz leicht.“ Die 8 bis 12-Jährigen spielen auf Fingerzeig ihres Dirigenten. So entsteht eine „Klangmaschine“, jedes der Instrumente spielt darin eine Rolle. In dem Klangteppich, der entsteht, greifen sie wie Zahnräder ineinander, erklärt Vogler. Eine andere Möglichkeit, ohne großes Hintergrundwissen einfach loszuspielen hat er sich bei John Cage entliehen. Bei den sogenannten „Number Pieces“ des US-amerikanischen Komponisten wird nicht nach Noten gespielt, sondern nach Zeit. Eine Uhr läuft ab und jedes der Kinder kommt zu seinem Einsatz. Das geht bis zum Finale, bei dem nach drei Minuten alle zusammen erklingen.

Von Manuel Niemann

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