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Delitzsch Schulsanierung in Löbnitz: Springt ein privater Investor ein?
Region Delitzsch Schulsanierung in Löbnitz: Springt ein privater Investor ein?
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16:32 28.04.2016
Die Grundschule Löbnitz hat dringenden Sanierungsbedarf. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Löbnitz

Es klingt abenteuerlich, aber es ist ganz und gar ernst gemeint. Ulf Herrmann, CDU-Gemeinderatsmitglied in Löbnitz, bringt Investoren ins Gespräch, die die Grundschule in Löbnitz sanieren könnten. In die selbe Kerbe schlägt auch der Roitzschjoraer Abgeordnete Thomas Festerling (SPD). Er hatte die Idee, die Schule an einen Investor zu verkaufen und dann das Gebäude von ihm, vielleicht für die Zeit von 20 Jahren, zu mieten. Axel Wohlschläger (CDU), Bürgermeister von Löbnitz, ist diesen Ideen nicht grundsätzlich verschlossen. „Ich höre mir gern alles an, was uns als Gemeinde helfen kann. Natürlich müsste man es grundsätzlich durchrechnen.“

Hintergrund für diese scheinbar ungewöhnlichen Ideen ist zum einen der dringende Sanierungsbedarf der Grundschule, zum anderen offenbar auch ein bereits vollzogenes Musterbeispiel in Leipzig. Dieser Investor sei weiter auf der Suche nach Objekten. Im konkreten Fall soll er ein Schulgebäude gekauft, es abgerissen, neu aufgebaut und dann vermietet haben.

Investitionsbedarf: über eine Million Euro

Thomas Festerling sieht die Vorteile dieser Variante vor allem in einem: „Wenn wir als Gemeinde jetzt jedes Jahr schrittweise sanieren, sind wir zwar in zehn Jahren auch fertig, aber wir fangen dann wieder von vorn an.“ Axel Wohlschläger riet den Ideengebern, sich schnell an die Investoren zu wenden, um baldige Entscheidungen herbeiführen zu können. Den Löbnitzern sitzt diesbezüglich die Zeit im Nacken. Sie wollen investieren, dafür auch die Fördermittel vom Bund und Land einsetzen. Eine entsprechende Wunschliste ist bereits aufgestellt. Die geschätzten Sanierungskosten für die Schule, wenn tatsächlich alles sofort gemacht wird, liegen bei über einer Million Euro. Als verfügbare Fördermittel, die mit Eigenmittel ergänzt werden müssen, steht den Löbnitzern rund 190 000 Euro bereit. Haben die Muldedörfler schon selbst mit der Sanierung begonnen, dürfte es für den Einstieg eines Investors zu spät sein. Fördermittel sind für Jahre zweckgebunden.

Von Ditmar Wohlgemuth

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