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Delitzsch Schulweg-Sorgen im Delitzscher Osten
Region Delitzsch Schulweg-Sorgen im Delitzscher Osten
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00:29 18.06.2015
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Delitzsch

Zwischen der Bildungsstätte an der Friedrich-Engels-Straße und der Kita an der Johannes-R.-Becher-Straße liegen zwar nur ein paar Hundert Meter, doch die haben es in sich, so das Argument. "Die Kinder müssen nach dem Unterricht erst über die Engels-Straße, um zum Zebrastreifen zu kommen. Dort laufen sie über die Beerendorfer Straße und queren anschließend noch die Becher-Straße, weil der Fußweg endet", schildert Sandra Mühlner, deren Tochter aktuell die zweite Klasse besucht.

Um ihr Anliegen zu untermauern, organisierten mehrere Mütter vorige Woche zur Mittagszeit in Zusammenarbeit mit Steffen Greiser vom Auto Club Europa eine Verkehrszählung. Greiser bilanziert "erschreckende Zahlen": "Über den Zebrastreifen in der Beerendorfer Straße rollten binnen zwei Stunden 486 Pkw, 7 Busse, 4 Lkw sowie 171 Radfahrer. Viele hielten trotz Kindern am Straßenrand nicht an." In der Friedrich-Engels-Straße wurden im gleichen Zeitraum insgesamt 235 Fahrzeuge dokumentiert, in der Johannes-R.-Becher-Straße 397.

Das Thema Wegesicherheit zwischen den beiden Einrichtungen existiert seit Jahren - aus mehreren Gründen gewinnt das Thema nun erneut an Fahrt. Zum einen steigt die Schülerzahl im Delitzscher Osten. Im nächsten Schuljahr büffeln dort 52 Abc-Schützen, für das Folgejahr ist eine dreizügige erste Klassenstufe im Gespräch. Zum anderen entfällt nach Angaben der Stadtverwaltung die kommunale Bundesfreiwilligendienst-Stelle, mit der die Begleitung der Kinder zum Hort gewährleistet war. "Sie wurde nicht mehr genehmigt", bedauert Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos). "Wir haben uns an die Arbeitsagentur und den Bund gewandt, auf die Dringlichkeit aufmerksam gemacht. Ohne Erfolg." Darüber hinaus wurde die Kreuzung von Beerendorfer und Engels-Straße 2012 als Unfallschwerpunkt eingestuft. Zwar gilt der Knoten inzwischen nicht mehr als auffällig und es waren auch keine Kollisionen mit Grundschülern, die die Unfallkommission des Landkreises auf den Plan riefen. Doch die geforderte Überkopfbeleuchtung des Fußgängerüberweges ist noch nicht installiert. Der Auftrag wurde kürzlich erteilt.

Den besorgten Eltern ist es nun wichtig, Lösungen für die Zukunft zu finden. "Am besten eine Ampel", sagt Mutter Ines Kirschner. Schulleiterin Ruland möchte ab August eine Freiwilligen-Stelle mit einem Unter-25-Jährigen besetzen, weil es für diese Altersgruppe höhere Bewilligungschancen gibt. "Interessenten sollten sich jetzt melden", ermuntert sie. Und verweist außerdem auf den nach wie vor stattfindenden Verkehrserziehungsunterricht in der ersten Klasse. "Im Übrigen achten alle Lehrer darauf, dass die Kinder nur in der Gruppe die Straße überqueren." Und der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt als Träger des Hortes ist ebenfalls tätig: "Wir konnten vier Ehrenamtliche gewinnen, die zunächst bis Jahresende für die Wegsicherheit sorgen", berichtet Geschäftsführer David Eckardt. © Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.06.2015
Kay Würker

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