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Delitzsch Schulze-Delitzsch-Haus bereitet seinen 25. Geburtstag vor
Region Delitzsch Schulze-Delitzsch-Haus bereitet seinen 25. Geburtstag vor
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10:22 09.03.2018
Jürgen Geisler vom Museum Barockschloss, Uwe Bergmann, Uwe Sdero,
Delitzsch

Ein paar Sektkorken werden am Freitag bestimmt knallen und viele alte Fotos durch die Hände gehen. Es gibt was zum Feiern im Schulze-Delitzsch-Haus: Das Genossenschaftsmuseum in der Kreuzgasse 10 öffnete im Oktober vor 25 Jahren seine Pforten, soll spätestens seit der Auszeichnung der Genossenschaftsidee Ende vergangenen Jahres zu einer der bedeutendsten Delitzscher Adressen aufgesteigen. Vor und hinter den Kulissen wird hart daran gearbeitet.

Haus stand kurz vor dem Abriss

Dass es das Haus heute überhaupt noch gibt, die Genossenschaftsidee in ihrer Geburtsstätte lebendig gehalten werden kann, ist ein Glücksfall: Beinahe wäre das Haus der Abrissbirne zum Opfer gefallen. „Dem Einsatz Delitzscher Bürger und Genossenschaftsverbänden wie dem Deutschem Genossenschafts- und Raiffeisenverband ist es zu verdanken, dass am 14. Oktober 1992 Heinz Bieniek, seinerzeit Oberbürgermeister von Delitzsch, der Museumsleiterin Christel Moltrecht den Schlüssel zum Haus übergeben konnte“, resümiert Philipp Bludovsky, heute leitender Kurator des Hauses. Der inzwischen mit dem Bürgerpreis ausgezeichneten Christel Moltrecht ist im Zusammenhang mit der Museums-Kultur in der Loberstadt eine Menge zu verdanken, daher gehört die 81-Jährige zu den geladenen Gästen der Jubiläumsfeier. „Wir haben vor allem Menschen eingeladen, die sich sehr für das Haus engagiert haben und ohne die es dieses Museum vielleicht gar nicht geben würde“, so der Kurator. Die Zeiten waren nicht leicht, auch mit der Rettung vor der Abrissbirne war der Frieden nicht besiegelt. Als die Tourist-Information Ende der 1990er-Jahre aus dem Haus zog, stand das Museum kurz vor seiner Schließung. Und wieder ging es vorwärts, war es am Ende eine positive Zäsur.

Im laufenden Jahr wird mit etwa 2000 Besuchern im Schulze-Delitzsch-Haus gerechnet. Im Gegensatz zur Stadt Delitzsch ist das Museum auch Mitglied im Leipziger Neuseenland, wovon sich weitere Bekanntheit versprochen wird.

Junge Leute sollen gelockt werden

Die Kreuzgasse 10 befindet sich unterdessen im steten Wandel. Seit Kurzem laufen die Vorbereitungen zum Umbau des Erdgeschosses, wo ab dem kommenden Jahr ein neuer Veranstaltungsraum entstehen soll. Ziel ist es, das Haus noch stärker ins Bewusstsein der Stadt und ihrer Bewohner zu bringen. Lange genug hat die Kreuzgasse 10 ein Schattendasein geführt und selbst heute wissen viele Delitzscher mit dem Museum oder sogar dem berühmten Namen Schulze-Delitzsch nichts bis nur wenig anzufangen. „Wir wollen das Haus langfristig aufstellen“, betont Philipp Bludovsky. Das Haus soll sich zu einer Stätte entwickeln, die wieder deutlich stärker Teil des Stadtlebens ist. Geplant sind Lesungen, Diskussionsrunden und andere Veranstaltungen. Am Freitag soll zudem die neu gestaltete Homepage online gehen. Gerade junge Menschen sollen für den Themenkomplex Genossenschaften begeistert werden. Zudem soll die historische Bedeutung deutlicher herausgearbeitet werden. Ziel ist es, vor allem Individualtouristen, die zum Beispiel mit der Bahn zu einem Tagesausflug nach Delitzsch kommen mit der Kreuzgasse 10 anzusprechen.

Die Geschichte des Hauses und des Museums wird ab Freitag in einer Sonderausstellung präsentiert. „Wir wollen die Erinnerungen und das genossenschaftliche Engagement hoch halten“, so Philipp Bludovsky. Gefeiert wird am Freitag um 11 Uhr mit einer Gesprächsrunde.

Von Christine Jacob

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