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Delitzsch Schweden kaufen Schienenfahrzeugwerk
Region Delitzsch Schweden kaufen Schienenfahrzeugwerk
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14:28 09.12.2009
Delitzsch

Hermann Weise, Eigner der Group, hat mit Wirkung zum 1. Februar 2010 seine deutschen Gesellschaften inklusive deren ausländischer Beteiligungen an das schwedische Unternehmen Euro-Maint Rail verkauft. Die Skandinavier sollen dafür 18 Millionen Euro auf den Tisch gelegt haben. Die Immobilien-Werte verbleiben jedoch bei Weise. Die RSM Group gilt als Deutschlands größtes unabhängiges Unternehmen für die Instandhaltung von Schienenfahrzeugen. Sie erzielte 2008 einen Umsatz von 94 Millionen Euro und beschäftigt an zwölf Standorten in Deutschland und Belgien etwa 800 Mitarbeiter. Über Joint Ventures ist das Unternehmen außerdem in Polen und den Niederlanden aktiv. Euro-Maint wiederum reklamiert für sich, Schwedens führendes Instandhaltungsunternehmen für alle Arten von Schienenfahrzeugen zu sein. Der Konzern erzielte mit 1400 Beschäftigten an dreizehn Standorten im Drei-Kronen-Land und in Lettland zuletzt einen Jahresumsatz von 210 Millionen Euro. Durch die Übernahme des Weise-Imperiums etabliert sich Euro-Maint Rail mit Sitz in Solna bei Stockholm als Europas führender Anbieter von Instandhaltungsdienstleistungen für Schienenfahrzeuge. Weise, nicht nur Besitzer der RSM Group, sondern auch deren Geschäftsführer, mochte zu dem Deal gestern keine Stellung nehmen. Der 65-Jährige, der künftig nur noch als Berater am operativen Geschäft beteiligt sein will, verwies auf die offizielle Pressemitteilung der Schweden. Darin wird der Diplom-Ingenieur aus dem niederrheinischen Moers wie folgt zitiert: „Ich freue mich, das Euro-Maint Rail das Unternehmen übernimmt, das ich geschaffen habe. Ich sehe ein sehr großes Potenzial für die neue zusammengeschlossene Gesellschaft, die für die weitere Expansion auf dem europäischen Eisenbahnmarkt gut gerüstet ist.“ Die Übernahme sei für Euro-Maint Rail strategisch wichtig und biete „für unsere Beschäftigten und Kunden die besten Entwicklungsmöglichkeiten“. Das bekräftigte auch Michael Brandhorst, neben Weise einer von zwei Geschäftsführern des loberstädtischen Schienenfahrzeugwerkes. Der 44-Jährige bleibt an der Spitze der SFW GmbH. „Für uns wird sich durch den Verkauf nichts ändern. Wir werden, so wie bislang auch, weiter unsere Kunden bedienen und dabei qualitativ hochwertige Arbeit abliefern.“ Brandhorst betonte, auf die Beschäftigten komme „ein ganz normaler Betriebsübergang“ zu. Alle 237 Mitarbeiter würden übernommen, es bleibe bei den gültigen Tarifverträgen und Betriebszugehörigkeiten. „Nur eins ändert sich: Ab Ende Januar gehören wir zur bereits gegründeten Euro-Maint Rail Deutschland GmbH“, sagte der Werkleiter.

Dominic Welters

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