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Delitzsch Schweizer schenken Delitzsch Krimi-Abend und 300 Bücher
Region Delitzsch Schweizer schenken Delitzsch Krimi-Abend und 300 Bücher
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11:01 27.04.2018
Sunil Mann liest seinen Krimi lieber im Stehen vor. Quelle: Heike Liesaus
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Delitsch

Auf ihrem Rücken tragen sie das weiße Kreuz auf rotem Grund: 300 Bücher aus der Schweiz; Kunstbände, Romane, Kinderliteratur, die jetzt in den Regalen der Delitzscher Stadtbibliothek stehen. Sie sind ein Geschenk, das am Mittwochabend im Rahmen der Schweizer Literaturtage in Sachsen übergeben wurde. Dazu gehörten aber auch noch zwei Lesungen mit einem leibhaftigen Autoren aus dem Alpenland: Sunil Mann trat vormittags vor Schülern der fünften Klassen mit seinem Buch über den Schutzengel Gabriel auf, abends gab es seinen Krimi „Gossenblues“ zu hören.

Sohn indischer Einwanderer

Sunil Mann, Jahrgang 1972, gehört zu den meistgelesenen Krimiautoren seines Heimatlandes, das aber nicht Heimat seiner Eltern war. Er ist Sohn indischer Einwanderer ebenso wie sein Protagonist, der Privatdetektiv Vijay Kumar, den er in „Gossenblues“ bereits zum siebent Mal auf Spurensuche schickte. „Gar nicht so einfach, die richtigen Stellen für eine Lesung auszuwählen“, stellte er fest. Sie sollten nicht langweilig sein, aber auch nicht zu viel verraten. „Denn vielleicht wollen Sie das Buch noch kaufen.“ Sunil Mann ließ die Lesung natürlich mit einem spannenden Hangover enden: Die Auftraggeberin ist ermordet, die Zielperson auf dem Friedhof erfroren, der vermeintliche Mörder steht mit dem Tatwerkzeug vor dem Ermittler. Doch das ist nicht das Ende, das bunte Lesezeichen für den letzten Abschnitt klebt inmitten des Buches.

Bildhafte Sprache

Gern wurden Fragen beantwortet. Buchhändler Ingolf Engler lobte zum Beispiel die „unterhaltsame, bildhafte Sprache“, wollte wissen, wie sehr daran gefeilt werden müsse. „Manche Szenen kann ich gleich übernehmen, wie ich sie geschrieben habe. Aber manchmal muss ich auch um die Aussagen kämpfen, nach Wochen oder Monaten immer wieder darauf zurückkommen, bis ich sie so habe, wie ich sie haben will“, erklärte der Autor, der auch betonte, mit den deutschen Literatur-Manns weder verwandt noch verschwägert zu sein. „Der Name ist in Nordindien üblich und vermutlich aus England eingeschleppt.“

Einmalige Chance

Delitzsch war für diese 19. Literaturtage-Ausgabe neben Markkleeberg, Torgau und Schkeuditz ausgewählt. „Wir haben sofort zugesagt, als der Anruf kam, ob wir dabei sein wollen“, erzählte Bibo-Leiterin Anett Hacker lachend. Eine richtige Reaktion bei dieser ersten, aber auch einmaligen Chance, denn „ich gehe nirgendwo doppelt hin“, so Projektmanagerin Kerstin Scheibe von der Landesfachstelle Bibliotheken.

Von Heike Liesaus

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