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Delitzsch Schwergewichtige Welsdame soll für viel Nachwuchs sorgen
Region Delitzsch Schwergewichtige Welsdame soll für viel Nachwuchs sorgen
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00:27 21.10.2015
Ein dicker Fisch: Azubi Nils Böhm kann die gut 45 Kilogramm schwere Wels-Dame kaum halten. Sie soll für viel Nachwuchs sorgen. Quelle: Alexander Prautzsch
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Reibitz

 "Sie soll für Nachwuchs sorgen", sagte Marcel Reinhardt vom Fischereibetrieb Fisch-Reinhardt Reibitz. Der junge Mann hat gleich zwei dieser betagten europäischen Welse in seinen Behältern am Randes des Teiches einquartiert. Dort werden sie stets mit frischem Wasser versorgt und gefüttert. Solange, bis die Laichzeit anbricht. "Bei uns wird sie voraussichtlich im Mai sein, dann, wenn die Wassertemperatur um die 18 Grad Celsius beträgt", weiß der Fischwirtschaftsmeister, der im Januar 2013 den Betrieb mit der Teichwirtschaft in Reibitz von Hubert und Christiane Hentsch übernahm. Der Laich werde dann abgestreift und zur Befruchtung einem befreundeten Fischer übergeben. Pro Kilogramm Körpergewicht kann ein Wels bis zu 25.000 Eier produzieren, die einen Durchmesser von 1,4 bis 2 Millimeter haben. Bereits 20 Tage nach dem Schlüpfen haben die jungen Welse eine Länge von 2,5 Zentimetern. Ab drei Zentimeter beginnen sie, anderer Fischbrut nachzustellen.

"Welse wachsen schnell, erreichen im ersten Jahr eine Länge von durchschnittlich 20 bis 30 Zentimetern und sind bis zu 500 Gramm schwer", weiß Marcel Reinhardt. Nach zwei Jahren wachsen sie bis auf 40 Zentimeter an, einen Meter schaffen sie nach etwa sechs bis sieben Jahren. "Mit den Jungfischen werden wir dann unsere Teiche besetzen", erklärte Meister Reinhardt, wohlwissend, dass Welse in der Gunst der Kunden steigen. Geliebt sind aber eher junge Exemplare, weil sie nicht ganz so fettig sind. Das Fleisch großer Welse erinnert geschmacklich an Kalbfleisch. "Jetzt im Herbst sind die Tiere wieder etwas fettärmer und eignen sich gut zum Pochieren, zum Garziehen", verrät der Hobbykoch.

Jede Menge Fisch, unterschiedliche Arten und unterschiedlich auch zubereitet, gibt es am kommenden Sonnabend und Sonntag auf dem rustikalen Marktplatz am Rand des Schadebachteiches südwestlich von Badrina. Wer nicht nur Fisch kaufen und essen, sondern auch sehen will, wie er an Land gebracht wird, sollte sich den Wecker früh stellen. Bereits ab 7.30 Uhr werden die Netze ausgelegt und die Ernte des Jahres eingebracht. "Das Schaufischen lockt erfahrungsgemäß viele interessierte Leute an, ist aber auch abhängig vom Wetter", sagte Marcel Reinhardt. Und so hofft er natürlich, dass Petrus ein Einsehen hat und auch die Sonne einplant. Der Verkauf der frischen Ware, direkt vom Schleppnetz auf den Tresen, erfolgt an beiden Tagen ab 9 Uhr und ist bis 17 Uhr geplant.

Der traditionelle Bauernmarkt hält auch in diesem Jahr wieder Bewährtes wie Neues bereits. Als besonderes Highlight kündigt Marcel Reinhardt einen Kettensägenholzschnitzer an. Wie filigran er mit dem robusten Gerät umgehen kann, ist nicht nur einen Blick wert. Vorsicht, es könnte laut werden dabei. Wer sich dann doch den kulinarischen Genüssen hingeben will, findet an gleich mehreren Stellen Gelegenheit dazu. Wie quasi das eigene Baumkuchenstück entsteht, ist an einem Stand zu sehen. Zum Überbrücken der Wartezeit gibt es Kaffee.

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