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Sechs Verletzte nach Feuer in Delitzscher Wohnblock

Gebäude evakuiert Sechs Verletzte nach Feuer in Delitzscher Wohnblock

Bei einem Kellerbrand in Delitzsch hat es am Sonntagabend sechs Verletzte gegeben. Rettungskräfte mussten einen Neubaublock in der Otto-von-Guericke-Straße zeitweilig evakuieren. Für die Betroffenen wurde ein Zelt errichtet.

Die Einsatzkräfte waren bis spät in der Nacht vor Ort.

Quelle: Alexander Prautzsch

Leipzig/ Delitzsch. Es ist eine dramatische Nacht zum Montag für die Menschen in Delitzsch-Nord. Gebannt und frierend stehen die Bewohner eines Neubaublocks vor ihrem Haus, aus dessen Eingängen dichter Rauch dringt. Nach einem Kellerbrand in einem Wohnblock in der Otto-von-Guericke-Straße musste der Gebäudekomplex teilweise und der direkt betroffene Aufgang komplett evakuiert werden. Die Feuerwehren Delitzsch, Schenkenberg, Benndorf sowie Löbnitz waren bis spät in die Nacht im Einsatz. Auch mehrere Rettungswagen und die Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) waren bis in die Nacht vor Ort, um sich um die Bewohner zu kümmern, in einem Zelt fanden sie während des Einsatzgeschehens schließlich Zuflucht vor der Kälte. Der Organisatorischer Leiter Rettungsdienst vom Landratsamt koordinierte die Arbeiten vor Ort ebenfalls mit. Sechs Menschen mussten schon am späten Sonntagabend vom Rettungsdienst ambulant versorgt werden.

Das Feuer brach aus bisher ungeklärter Ursache im Keller des Blocks in der Otto-von-Guericke-Straße aus. Zwei Brandstellen gab es nach ersten Erkenntnissen, mehrere der Kellerboxen waren wohl betroffen. Um 21.14 Uhr wurde die Feuerwehr Delitzsch mit Sirene alarmiert, rückte mit mehreren Löschfahrzeugen und der Drehleiter aus – so verlangt es das Prozedere bei solchen Alarmstichworten, die Drehleiter allerdings musste zum Glück nicht am Fünfgeschosser eingesetzt werden. Schnell war das offene Feuer im Keller durch die Angriffstrupps der Delitzscher Feuerwehr unter Kontrolle gebracht. Die Bewohner des direkt betroffenen Aufgangs hatten ihre Wohnungen verlassen. Leute aus weiteren Wohnungen wurden – dabei von Kameraden begleitet – aus dem Block geholt und ins Freie gebracht.

Nach einem Kellerbrand in Delitzsch musste die Feuerwehr die Anwohner am Sonntagabend zunächst in Sicherheit bringen. (Bilder: Alexander Prautzsch)

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Ruhig und geordnet lief das Evakuieren ab, von Panik fand sich keine Spur. Die Menschen, meist in dickeren Jacken gekleidet oder mit Decken um die Hüften und daher gegen die am Wochenende aufgezogene Kälte zunächst noch recht gut gewappnet, fanden sich vorerst vor dem Gebäude ein. Dort versammelten sich auch ein paar Schaulustige aus anderen Blöcken, andere schauten neugierig von ihren Balkonen auf das Geschehen. Später suchten die direkt Betroffenen Zuflucht beim Rettungsdienst oder konnten kurz im Einsatzleitwagen der Delitzscher Feuerwehr Platz nehmen, um sich aufzuwärmen. Später wurde das Zelt aufgestellt, das Schutz gegen die Kälte bot.

Der durch den Kellerbrand verursachte Rauch schließlich betraf nicht nur den einen Aufgang im Block, in dem es akut brannte, sondern am Ende den gesamten Komplex – der Rauch kroch durch die Versorgungsschächte, die die einzelnen Aufgänge in einem Neubaublock miteinander verbinden, die gesamten Kellerräume und -gänge waren daher stark verqualmt. Kurz vor zehn ertönten also erneut die Sirenen, wurden noch die Ortsteilwehren aus Schenkenberg und Benndorf nachalarmiert, um den Delitzscher KameradenUnterstützung zu leisten. Kurz nach elf folgte zudem die Löbnitzer Feuerwehr, die ebenfalls wichtiges Material und Helfer für den Einsatz stellte.

„Die dazu alarmierten Wehren sicherten mit ihren Lüftern ab, dass das Gebäude vom Rauch befreit werden konnte", schildert Heiko Friedrich, der Einsatzleiter der Delitzscher Feuerwehr für den Sonntagabend. Mit ihren Lüftern sorgten die Kameraden dafür, dass der Qualm abzog. Der Einsatz zog sich über Stunden. Erst halb zwei in der Nacht konnten sich die Delitzscher Kameraden wieder einsatzbereit auf der Wache melden. Die Bewohner des direkt betroffenen Eingangs verbrachten die Nacht bei Freunden und Verwandten beziehungsweise in einer Pension. In Folge des Brandes waren Strom- und Wasserversorgung für den Aufgang unterbrochen.

Von Christine Jacob

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