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Delitzsch Seit 15 Jahren leistet das Kriseninterventionsteam Delitzsch-Eilenburg Hilfe in Notsituationen
Region Delitzsch Seit 15 Jahren leistet das Kriseninterventionsteam Delitzsch-Eilenburg Hilfe in Notsituationen
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06:00 16.12.2015
Ines Nartschik vom Kriseninterventionsteam Delitzsch-Eilenburg bei einer Notfallübung im September dieses Jahres. Die Kinder sind als „Statisten“ dabei. Quelle: Foto: privat
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Krostitz

Es gibt Situationen im Leben eines Menschen, in die keiner gern geraten möchte. Besonders der Tod einer nahestehenden Person stellt für die Betroffenen immer auch eine starke psychische Belastung dar. Bleiben in Not Geradene ohne psychosoziale Unterstützung, können gesundheitliche Folgeschäden auftreten. Deshalb leisten seit 15 Jahren im Altkreis Delitzsch die Mitarbeiter des Kriseninterventions- (KIT) und Notfallseelsorgeteams (NFS) Delitzsch-Eilenburg Erste Hilfe für die Seele. Nicht selten sind auch Rettungskräfte auf diese Unterstützung angewiesen, vor allem, wenn persönliche Betroffenheit damit verbunden ist.

Bis November wurde das Team im Jahr 2015 zu 21 Einsätzen angefordert „Und im Dezember sind noch einige hinzugekommen“, zog der Leiter des Teams, der Krostitzer Pfarrer Friedemann Krumbiegel, bei einer kleinen Feierstunde anlässlich des 15-jährigen Bestehens Bilanz. Wobei er sich bei dem zwölfköpfigen Team vor allem für dessen Engagement bedankte. Weil ein solches Team einem ständigen Kommen und Gehen unterlegen ist, hob der Pfarrer Katrin Hengst, Inez Laaser (beide aus Eilenburg) sowie Andrea Bayer (Rackwitz) und Andreas Winkler (Taucha), die seit Gründung dem Team angehören, besonders hervor. Zwei Mitglieder sind noch relativ neu in der Gruppe. Sie absolvierten in diesem Jahr die Grundausbildung für diese ehrenamtliche Tätigkeit. „Schön wäre es, wenn wir noch einige Mitstreiter finden würden. 15 Mitglieder wären ideal“, wünschte sich der Teamchef.

Die Mitglieder des KIT/NFS-Teams vermitteln Menschen in schwierigen Ausnahmesituationen das Gefühl, nicht allein gelassen zu werden. Sie wollen ihnen den Weg in die Bewältigung des Erlebten öffnen. Dabei bedürfe es als Grundeinstellung eigene Ruhe, aber auch einer gesunden Selbsteinschätzung, was ich aushalten kann. Und ich muss mir Zeit für die Betroffenen nehmen“, beschreibt Andreas Winkler.

Das Einsatzspektrum reicht von Suiziden und Unfällen mit Toten, über den Tod von Kindern oder Jugendlichen, schweren kriminellen Delikten wie Mord und Raub, bis hin zur Betreuung von Personen, die Schuld am Tod anderer haben. „Wir unterstützen aber auch die Polizei beim Überbringen von Todesnachrichten und stehen Angehörigen von plötzlich Verstorbenen bei“, berichtet Friedemann Krumbiegel.

Das Team fungiert unter dem Dach der DRK-Kreisverbände Delitzsch und Eilenburg, mit Unterstützung des Landkreises Nordsachsen sowie dem evangelischen Kirchenkreis Torgau-Delitzsch. Angefordert wird es von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst, Notarzt, Vorgesetzten oder betroffenen Angehörigen. Der Einsatz ist für die Betroffenen kostenfrei. Jeweils zwei Mitarbeiter übernehmen den Bereitschaftsdienst. Somit ist das Team 24 Stunden an 365 Tage im Jahr abrufbereit.

Von Thomas Steingen

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