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Delitzsch Selbst die Afrikaner sind im Winter draußen
Region Delitzsch Selbst die Afrikaner sind im Winter draußen
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17:37 30.11.2011
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." Im Marokko-Gärtchen trägt der Brunnen eine Plastehaube. Dennoch lohnt sich der Besuch des Tiergartens, dessen Eingangstor nach Sturmschadenreparatur nun wieder das bei der Regionalen Initiative Delitzsch handgefertigte Schild schmückt. Die Trampeltiere stoßen dampfende Atemluft in den Himmel. Die Kronenkraniche recken neugierig wie eh und je ihre Köpfe über den Zaun, um ja nichts zu verpassen.

„Doch auch unsere Afrikaner gehen im Winter raus", erzählt Tiergartenchefin Katrin Ernst, die mit ihrem Team vielleicht schon in diesen Tagen den 44 444. Besucher des Jahres begrüßen kann. Wann er genau seine Karte kauft, steht natürlich nicht fest. Doch sicher ist, dass der Heimatzoo in diesem Jahr auf jeden Fall so viele Gäste wie noch nie seit der Wende zählte. Und es dürften durchaus noch ein paar mehr werden. Denn der Besuch der Einrichtung lohnt sich selbst dann, wenn es noch frostiger werden sollte. Die Zebras, so Katrin Ernst, würden beispielsweise selbst bei minus 20 Grad Celsius so manchen Galopp auf der Koppel wagen. Lediglich feuchte Kälte mögen sie nicht. Auch die Affen testen regelmäßig, ob und wie lange es sich draußen raushalten lässt. Katrin Ernst: „Sie können bei uns rein und raus, wie sie wollen."

Einige der 75 Arten, so zum Beispiel die Nasenbären und der Jaguarundi, bekommen im Winter aber auch ein Wärmekissen in ihren Stall. Die Schweine kuscheln sich dagegen fest in ihre Strohmatten ein. Die Eichhörnchen sieht man seltener, die Präriehunde schlafen. Das ist bei den Bären Susi und Knicki anders. „Unsere Braunbären sind in diesen Wochen zwar etwas träger, aber einen Winterschlaf halten die beiden Petze nicht", so Ernst.

Auch am Teich ist im Winter was los, selbst wenn der Storch lieber drin bleibt, die Fische nicht mehr fressen. Deshalb wurde deren Futterautomat außer Betrieb genommen. Dafür seien die im Winter besonders hungrigen Enten umso dankbarer für jedes 20-Cent-Stück, dass die Besucher für sie ausgeben. Und auch die Flamingos zeigen sich.

Übrigens sind aber nicht nur die Tiere aktiv. Handwerker Klaus Pabst: „Wenn es das Wetter irgendwie zulässt, wird in den nächsten Wochen das Dach der Storchenbude neu gedeckt." Im Kängurustall soll zudem die Decke gedämmt werden. Erst vorgestern abgeschlossen wurde die Erneuerung einiger Palisaden am Streichelgehege. Mit von der Partie war dabei übrigens Schwimmmeister Uwe Meißner, der im Winter im Tiergarten aushilft und damit beispielsweise bei den Umzäunungen einen Rettungseinsatz der etwas anderen Art absolviert.

Ilka Fischer

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