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Delitzsch Selbstversorgerin Birgit Reichelt aus Wannewitz
Region Delitzsch Selbstversorgerin Birgit Reichelt aus Wannewitz
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07:00 14.06.2017
Birgit Reichelt in ihrem 250-Quardratmeter großen Selbstversorgergarten in Wannewitz. Die Kartoffeln stehen prächtig. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
Wannewitz

Wer etwas über das Thema Selbstversorger erfahren will, ist definitiv bei Birgit Reichelt in Wannewitz, Haus Nummer 9 a, mehr als richtig. Sie stellt zum Tag der offenen Gartentür am Sonntag ihre kleine Oase vor, die zwar viel Zeit und Kraft kostet, aber dennoch für sie in mehrfacher Hinsicht entspannend ist. Die 54-jährige Erzieherin liebt mit Leidenschaft den Umgang mit Kindern, sie lebt ihren Beruf. „Ich bin aber auch froh, wenn ich mal meine Ruhe habe“, gestand sie freimütig.

Garten bietet Freiraum

Die Ruhe holt sie sich auf ihrem kleinen Acker, gleich auf der anderen Straßenseiten gegenüber ihrem Wohnhaus. Die gut 250 Quadratmeter große Fläche ist eingezäunt. Wäre sie es nicht, würden sich die 20 Barbardos-Schafe, die gleich nebenan weiden, gütlich tun am frischen Grün, das sehr sortiert in Reihen aus dem Boden drängt.

Barfuss unterwegs

Die meiste Zeit ist Birgit Reichelt am Tage barfuß unterwegs, also zieht sie auch in ihrem Garten keine Schuhe an. Diesen unmittelbaren Erdkontakt braucht sie offenbar. Für sie scheint der Gesundheitstrip nicht nur eine Modeerscheinung zu sein, sondern eine Lebensphilosophie. Sich gesund zu ernähren, sei ihr besonders wichtig und darauf lege sie auch Wert bei ihrer Familie. Insgesamt elf Personen, es gibt drei Küchen, werden mit den Produkten aus dem Garten versorgt. „Er bietet uns nahezu alles. Nur Gewürze kaufe ich“, teilte die Wannewitzerin mit.

Erste Ernte wird zelebriert

Wird das erste Essbare im Garten reif, wird dieser Anlass geradezu in der Familie zelebriert. Selbst gebackenes Brot, Frischkäse aus Ziegenmilch und Radieschen, schon ist das nahrhafte Essen fertig. Geht es an die Kartoffelernte gibt es aus den ersten Knollen leckeren Reibekuchen für alle. Ein bisschen stressig wird es, wenn beispielsweise die Erbsen und die Bohnen erntereif sind. „Da müssen alle ran, aber wir machen es uns auch dabei bequem“, sagte die Hobbygärtnerin. Portionsweise und küchenfertig werden die Früchte verpackt und in der Gefriertruhe eingefroren. Andere wiederum getrocknet und so haltbar gemacht.

Mit warmen Wasser gießen

Diese Vorräte müssen dann auch reichen, bis die nächste Ernte ansteht. Tun sie in der Regel auch, denn es gibt XXL-Früchte. Woran das liegt? Birgit Reichelt meint, es liege vielleicht an dem selbst gezogenen Samen oder an dem stets warmen Wasser aus einem Tank, mit dem sie ihre Pflanzen stets abends gießt oder vielleicht auch an der täglichen Prozedur des morgendlichen Hackens des Bodens. Dadurch bliebe er stets locker und werde belüftet.

Nervige Wühlmausplage

Was die 54-Jährige allerdings nicht gern sieht, sind die Spuren, die die Wühlmäuse hinterlassen. „Die knabbern von unten die Wurzeln ab, keine Chance für die Pflanze.“ Es muss wohl eine ganze Familie auf der Fläche unterwegs sein. „Warum bleiben die nicht auf der Wiese bei den Schafen“, fragt sie sich.

Von Ditmar Wohlgemuth

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