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Smurfit Kappa macht Werke dicht - aber Delitzsch bleibt verschont

Smurfit Kappa macht Werke dicht - aber Delitzsch bleibt verschont

Das Wellpappenwerk von Smurfit Kappa zählt in Delitzsch seit Jahren zu den Eckpfeilern der hiesigen Wirtschaft und ist mit rund 160 Beschäftigen einer der größten Arbeitgeber am Lober.

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Jörg Heinzmann kontrolliert das Oberbrett der Ausbrechmaschine. Hier werden die vorgestanzten Bereiche der Pappe herausgebrochen.

Quelle: Wolfgang Sens

Delitzsch. Das betont Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) immer wieder. Ende des vergangenen Jahres sorgte aber die Meldung, dass die Smurfit Kappa Group einerseits weltweit in den nächsten drei Jahren jährlich jeweils über 400 Millionen Euro investieren wird und andererseits in Deutschland beabsichtigt, Werke zu schließen, für gemischte Gefühle.

An Schließung sei in Delitzsch nicht zu denken, beruhigt Uwe Klein, Marketing-Direktor für Deutschland bei Smurfit Kappa. Wie auch das zweite ostdeutsche Wellpappenwerk in Waren an der Müritz würden am Standort Delitzsch ordentliche Ergebnisse erzielt. Zudem erfreue sich das hiesige Werk über einen treuen und guten Kundenstamm der über einen leistungsstarken Maschinenpark bedient wird, so Uwe Klein weiter.

Die geplanten Investitionen der irischen Smurfit Kappa Group konzentrieren sich laut eigenen Angaben auf die Weiterentwicklung des integrierten Geschäftsmodells der Gruppe. Kern des Investitionsprogramms ist die weitere Effizienzsteigerung des branchenführenden Containerboard Systems, die weitere Reduzierung der Kosten in der gesamten Prozesskette sowie die konsequente Weiterentwicklung der Werke für Verpackungen durch modernste, zukunftsweisende Maschinenausstattung. Smurfit Kappa will in diesem Zuge in seinen deutschen Werken in mehrere Großanlagen investieren, um seinen Kunden ein erweitertes Produktangebot anzubieten. Den Schwerpunkt legt das Unternehmen auf neue Drucktechnologien sowie in die Erweiterung der Verarbeitungskapazitäten für gestanzte und geklebte Verkaufsverpackungen. "Smurfit Kappa folgt damit den Bedürfnissen seiner Kunden, die in anspruchsvollen Märkten die Möglichkeiten der Differenzierung über hochwertig gestaltete Verpackungen verstärkt nutzen möchten", so der Marketing-Direktor. Trennen will sich Smurfit Kappa im Rahmen seines europaweiten Kostenreduzierungsprogramms im Gegenzug von den vergleichsweise kleineren Werken in Osnabrück und Hamburg.

Auch der Standort Delitzsch werde in diesem Investitionsprogramm berücksichtigt, sagt der für die beiden ostdeutschen Wellpappenwerke zuständige Leiter Jürgen Peschel, ohne weiter ins Detail zu gehen. Im Gewerbegebiet Delitzsch-Südwest hat sich das Unternehmen gleich neben dem Produktionsgebäude ein zirka 40 000 Quadratmeter großes Areal als Erweiterungfläche reservieren lassen. Noch in diesem Jahr soll dort der Bau einer neuen Lagerhalle beginnen.

Seit 1995 gibt es das Wellpappenwerk in Delitzsch. "Damals haben wir in der Produktion mit acht Leuten begonnen. Sieben davon sind noch immer bei uns", erzählt Betriebsleiter Maik Roder, der von Anfang an dabei ist. 1999 und 2003 wurde das Werk für insgesamt 16 Millionen Euro erweitert, die Mitarbeiterzahl mehr als verzehnfacht. Heute werden in dem Werk auf hochmodernen Maschinen aus Papier viereckige Wellpappbögen hergestellt, die je nach Kundenwunsch anschließend in Sekundenschnelle durch Stanzen, Falten und Schlitzen in Form gebracht und bedruckt werden. "Mehr als 100 Millionen Quadratmeter Wellpappe werden im Delitzscher Werk jährlich hergestellt und zu Verpackungen verarbeitet. Diese Menge reicht aus, um die Müritz damit komplett bedecken zu können", gibt der Werkleiter einen Vergleich.

Im Umkreis von 200 Kilometern beliefert das Werk Kunden in der Konsumgüterproduktion, wobei der überwiegende Teil Lebensmittelproduzenten sind. "Seit Jahren bilden wir mit dem Ziel der Nachwuchssicherung auch erfolgreich Packmitteltechnologen und Industriekaufleute aus. Mehrere unserer Lehrlingen absolvierten ihre Ausbildung als Kammer- oder Landesbeste", so der Werkleiter weiter. Junge Leute, die sich vorstellen können, einen solchen Beruf zu erlernen, ermuntert er, sich unter jobs.delitzsch@smurfitkappa.de zu bewerben.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.01.2015
Thomas Steingen

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