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Delitzsch Sonnige Zeiten am alten Ziehwerk
Region Delitzsch Sonnige Zeiten am alten Ziehwerk
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18:19 29.06.2011
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. Auf Benndorfer Hallendächern entsteht derzeit, wie berichtet, einer der größten Solarparks in Mitteldeutschland. Und auch im Delitzscher Ortsteil Döbernitz

haben Investoren die Gunst der

(Sonnen-)Stunde längst erkannt.

Die letzten Arbeiten an der Halle des alten Ziehwerks laufen derzeit auf Hochtouren, die Fassade wird zum Hingucker. Das bereits seit 1988 auf alternative Energien spezialisierte Unternehmen Newi-Solar hat aus der lange leerstehenden Halle eine leistungsstarke Photovoltaik-Anlage gemacht, die nun 300 Haushalte mit Sonnenstrom versorgt. Im vergangenen Oktober begannen die Bauarbeiten zum Projekt.

Zunächst, berichtet Newi-Solar-Geschäftsführer Peter Rehm, musste das Sheddach (Sägezahndach) der Halle auf Vordermann gebracht werden. „Wir haben unter anderem neue Trapezbleche eingebracht", berichtet er. Schon Ende 2010 war die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach betriebsbereit installiert. Wohin das Auge blickt: Solarmodule, die jede einzelne der mehr als 1700 Sonnenstunden am Lober optimal nutzen sollen. Besonderheit der Döbernitzer Anlage aber sind die auch an den Außenwänden der Halle angebrachten Module. Diese, erläutert Rehm, fangen noch genug Sonne ein. Insgesamt hat das Unternehmen mit Hauptsitz im baden-württembergischen Bad Wurzach eine Gesamtfläche von rund 10 000 Quadratmetern mit den Solarmodulen ausgestattet. „Pro Jahr können wir zirka 1,14 Millionen Kilowattstunden erzielen", so der Newi-Solar-Chef. Etwa 300 Haushalte könnten dadurch mit dem Ökostrom versorgt werden, der bereits ins Netz eingespeist wird. Mehr als drei Millionen Euro habe eine Investorengruppe in die Anlage gepumpt. Amortisieren werde sich das in zehn bis zwölf Jahren, schätzt Rehm ein.

Dabei will Newi-Solar, das bundesweit vom Einfamilienhaus bis zum Solarpark Sonne einfängt, in Döbernitz nicht nur auf Nachhaltigkeit auf dem Dach setzen. Die Halle selbst ist inzwischen an einen regionalen Zulieferer für die Automobilindustrie vermietet. „Das Ziehwerk ist ein attraktiver Standort, bei dem wir an einem wirtschaftlichen Gesamtkonzept interessiert sind", erläutert Peter Rehm. Das Unternehmen hat eine Außenstelle direkt an der Autobahn 14 eröffnet, das eigene Dach auf zirka 8000 Quadratmetern mit Photovoltaik ausgestattet. In einer weiteren Anlage in Böhlen südlich von Leipzig werden seit vergangenem Sommer mehr als 500 000 Kilowattstunden pro Jahr erzeugt.

So seien weitere Investitionen in die Region denkbar, man wolle gezielt nach weiteren Hallen und weiteren Dächern rund um die Loberstadt Ausschau halten, kündigt Rehm an. Das inzwischen 40 Mitarbeiter starke Unternehmen erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 100 Millionen Euro, 2009 waren es noch 60 Millionen Euro, und will weiter wachsen. Der sonnenreiche Altkreis Delitzsch soll dabei künftig mit im Boot sein.

Christine Gräfe

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