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Sorge im Delitzscher Ortsteil Rödgen: Löschteich hat ein Leck

Brandschutz Sorge im Delitzscher Ortsteil Rödgen: Löschteich hat ein Leck

Die Einwohner von Rödgen sorgen sich um ihrem Löschwasserteich und in diesem Zusammenhang um die Brandsicherheit im Ort. Das künstlich angelegte Gewässer hat offenbar ein Leck, denn es verliert Wasser, das im Brandfall fehlen könnte. Im kommenden Jahr will die Stadtverwaltung deshalb die Folie des Teiches erneuern lassen.

Der Feuerlöschteich im Delitzscher Ortsteil Rödgen leidet unter Wassermangel.

Quelle: Ditmar Wohlgemuth

Rödgen. Der Löschwasserteich im Delitzscher Ortsteil Rödgen, ein künstlich angelegtes Becken mitten im Dorf, hat offenbar ein Leck und verliert dadurch Wasser. Darauf machte kürzlich CDU-Stadtrat Lars Winkler im Technischen Ausschuss des Stadtparlaments aufmerksam. Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos) hatte davon noch nichts gehört, wollte der Sache aber auf den Grund gehen. Deshalb fragte die LVZ im Rathaus nach.

Teich aus DDR-Zeiten

Demnach stamme der Teich noch aus DDR-Zeiten und war in den vergangenen Jahren völlig zugewuchert. Im Frühjahr wurde schließlich Hand an den Teich und an den Sicherungszaun gelegt. Aktiv dabei waren Kameraden der Schenkenberger Ortsfeuerwehr. Sie entleerten und füllten den Teich, entfernten den Wildwuchs, brachen den alten Maschendrahtzaun ab. Den wiederum entsorgte die Servicegesellschaft Delitzsch.

Bürger nutzten ihn als Müllkippe

Wie Rathaussprecherin Nadine Fuchs auf Anfrage mitteilte, habe man auch die Hilfe von Spezialunternehmen in Anspruch nehmen müssen. So zum Beispiel für die Entnahme und Entsorgung des Bauschutts, Sperrmülls und Schlamms im Becken. „Der Teich wurde als illegale Müllkippe benutzt“, erklärte Fuchs. Unmengen an Bauschutt habe man gefunden. Nachdem der Teich leer war, wurde ein neuer Zaun gesetzt, die Folie geschweißt. Alles in allem beliefen sich die Investitionen auf rund 13 500 Euro. Allein die Instandsetzung der gut 20 Jahre alten Folie habe rund 600 Euro gekostet, so die Rathaussprecherin weiter. Aus Kostengründen habe man sich für eine Reparatur und nicht für eine neue Folie entschieden. Aber genau diese Ausgabe für eine neue Folie kommt jetzt auf die Stadt zu. Zwar wurde die alte Folie geschweißt, aber sie erweist sich nicht als dicht. Die Spezialfirma, die die Arbeiten ausführte, kann nicht belangt werden, denn sie schloss von vornherein eine Gewährleistung aus.

Erneuerung geplant

„Wir werden um eine neue Folien nicht umhinkommen“, erklärte Fuchs. Allerdings könne die Investition erst im kommenden Jahr erfolgen. Die entsprechende Haushausstelle sei für dieses Jahr bereits erschöpft. „Bis dahin muss der Teich wohl oder übel regelmäßig aufgefüllt werden“, sagte die Sprecherin weiter. Eine Löschwasserversorgung sei im Falle eines Brandes in Rödgen dennoch gesichert. So verfüge die Stadt über Löschwasserkapazitäten in den Feuerwehrfahrzeugen. Das Tankfassungsvermögen liegt bei 16 000 Liter. Zudem könnten die Hydranten im Dorf ergänzend verwendet werden. Das Wasser aus den Hydranten allein reiche jedoch nicht aus. Die vorgegebene Menge von 48 Kubikmetern pro zwei Stunden könne nicht entnommen werden, weil es sich um eine Stichleitung handele. Ein Problem, welches auch andere Ortsteile haben. In Spröda werde deshalb durch die Delitzsch-Rackwitzer Wasserversorgung eine Ringleitung errichtet.

Delitzsch verfügt derzeit noch über acht Löschwasserteiche. Sie würden erst dann überflüssig, wenn die Löschwasserversorgung über die Hydranten gänzlich gesichert werden kann. Solange sei es weiterhin notwendig, die Teiche regelmäßig zu kontrollieren, vor Verunreinigungen und vor unbefugtem Betreten zu schützen. Aus eigenem Interesse mähen die Kameraden der Ortsfeuerwehren in den Innenbereichen den Rasen.

Von Ditmar Wohlgemuth

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