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Delitzsch Sorge in Zwochau: Praxis-Nebenstelle soll zum Jahresende schließen
Region Delitzsch Sorge in Zwochau: Praxis-Nebenstelle soll zum Jahresende schließen
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12:00 03.11.2018
Die Radefelder Ärztin Kornelia Klöpper-Sadowsky schließt die Nebenstelle ihrer Praxis in der Leipziger Straße 35 a in Zwochau zum Jahresende. Quelle: Mathias Schönknecht
Zwochau

Für einigen Unmut sorgt derzeit die Nachricht, dass die Radefelder Ärztin Kornelia Klöpper-Sadowsky die Nebenstelle ihrer Praxis in Zwochau zum Jahresende schließt. Die Gemeindeverwaltung Wiedemar bestätigt die Kündigung des Mietvertrages und möchte nun noch einmal auf die Allgemeinmedizinerin zugehen.

Das Gebäude an der Leipziger Straße in Zwochau habe nicht mehr die baulichen Voraussetzungen für die Praxis, begründet Kornelia Klöpper-Sadowsky ihre Entscheidung. Beispielsweise erschwere eine beschädigte Treppenstufe am Eingang den Zugang für einige ihrer meist älteren Patienten. Diese sollen aber selbst bei einer Schließung in der Praxis in Zwochau weiter versorgt werden, sagt die Ärztin. „Es ist nicht so, dass es keinen Ansprechpartner mehr geben wird“, es werde für jeden eine passende Lösung gefunden. Ob dies dann in der Hauptpraxis in Radefeld geschehen wird oder mit einem Hausbesuch, soll mit jedem Patienten individuell abgestimmt werden. Auch, dass die Termine mit dem Busfahrplan abgestimmt werden, sei eine bereits gängige Möglichkeit, so Klöpper-Sadowsky.

Die Radefelder Ärztin Kornelia Klöpper-Sadowsky bemängelt den schlechten baulichen Zustand des Hauses, wie diese teilweise beschädigte Treppenstufe am Eingang. Quelle: Mathias Schönknecht

Praxis in Radefeld betreut Patienten in Zukunft

Die Wiedemarer Bürgermeisterin Ines Möller (parteilos) möchte in den kommenden Tagen noch einmal auf die Ärztin zugehen. „Natürlich hätten wir gerne, dass Frau Klöpper-Sadowsky in Zwochau bleibt“, sagt Möller, „ich kann sie aber nicht zwingen.“ Damit, dass das Gebäude, das im Eigentum der Gemeinde Wiedemar steht, baulich nicht mehr geeignet ist, sei die Ärztin bisher jedoch nicht an die Kommune herangetreten, sagt Möller.

Die Wiedemarer Gemeinderätin Dagmar Juckelandt fasst die Situation zusammen: „Es wird die Außenstelle einer Arztpraxis geschlossen, die pro Woche nur fünf Stunden genutzt wird“, sagt Juckelandt. „In der heutigen Zeit, in der Wirtschaftlichkeit ein existenzielles Muss ist, ist das für mich verständlich. Die Patienten werden nicht allein gelassen. Für jeden, der beim Praxisteam vorspricht, wird eine Lösung gefunden werden, sei es der Hausbesuch oder an den Busfahrplan angepasste Termine“, so die Gemeinderätin. „Die Öffnungszeiten in Radefeld, der mit allen nötigen medizinischen Geräten ausgestatten Praxis, werden zudem erweitert. Wir Zwochauer und Grebehnaer sollten froh sein, dass unser Hausarzt nur fünf Kilometer entfernt ist“, gibt Juckeland zu bedenken.

Von Mathias Schönknecht

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