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Delitzsch Spatenstich für Zwei-Feld-Sporthalle
Region Delitzsch Spatenstich für Zwei-Feld-Sporthalle
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18:17 07.09.2010
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. Ihren Wunsch erklärte sie den etwas verdutzt blickenden Bauleuten umgehend: „Ich möchte im August im neuen Haus die Schüler feierlich begrüßen. Es wird meine letzte Einschulung sein." Dann gehe sie in den Ruhestand. Geplant ist für das Gebäude in unmittelbarer Nähe der Grundschule Ost eine Bauzeit von zehn bis zwölf Monaten.

Zwei Spaten standen bereit, auch wurde die Erde bereits an zwei Stellen gelockert, um das Graben zu erleichtern. „Wir wollen es uns aber nicht leicht machen", klärte Delitzschs Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) auf und stach den Stahl des Spatens demonstrativ an einer anderen Stelle in die Erde. Bauleiter Heiko Reiche tat es ihm nach. Der symbolische Start für den Bau der Zweifelder-Halle mit einer Grundfläche von 45 mal 35 Metern war damit vollzogen. Den Zuschlag für die Errichtung des Rohbaues – Kosten 476 000 Euro – hat das Unternehmen Bau- und Haustechnik Bad Düben bekommen. Bewusst habe man die etwa 30 Gewerbe, die am Bau beteiligt sein werden, losweise ausgeschrieben. „So können sich vor allem ortsansässige Firmen sowie Firmen aus der Region daran beteiligen", erläuterte der Oberbürgermeister. SPD-Stadtrat Volker Löffler betonte während der kleinen Zeremonie, dass der Hallen-Neubau Bestandteil des Sportstättenkonzeptes ist, das die SPD vor sechs Jahren in den Stadtrat einbrachte und zu dessen Umsetzung sie seitdem permanent Druck gemacht habe. Wohlwollend registrierte Löffler, dass in der neuen Halle künftig auch Tennis gespielt werden kann. Die Voraussetzungen seien dafür extra geschaffen worden.

Insgesamt wird das neue Gebäude 2,42 Millionen Euro kosten (wir berichteten). Der Freistaat Sachsen unterstützt das Vorhaben mit 1,2 Millionen Euro aus dem Topf Förderung des Breitensports.

Auf Fördermittel definitiv angewiesen sein werden auch die Delitzscher Sportfüchse. Die Judoka beabsichtigen, die derzeit noch genutzte alte Sporthalle als Vereins- und Trainingsdomizil zu erwerben. „Wir sind dran, der Wille ist da und wir hoffen auf die Unterstützung durch die Stadt", bekundete gestern Vereinsvorsitzender Thilo Wolff. Das Projekt geistert schon länger durch die Köpfe der Vorstandsmitglieder. Die Entscheidung sei quasi gefallen. Wenn nicht jetzt, dann nie, war man sich einig. Noch in diesem Monat wollen die Judoka einen Fördermittelantrag stellen. „Wird der nicht positiv entschieden, wird es nichts", so Wolff, der trotz der gewaltigen Herausforderung für den Verein optimistisch bleibt. „In Torgau hat es auch ein Judoverein in Angriff genommen und da läuft es bestens." Die alte Schulsporthalle werde, so wird vermutet, für einen Euro an den Verein gehen. Investieren wird die Stadt nicht mehr in das Gebäude. „Diese Aufgabe obliegt uns", sagte Wolff und rechnet mit einem Betrag um die 300 000 Euro. „Selbst wenn wir die Hälfte gefördert bekommen, bleibt immer noch ein großer Betrag für uns. Wir werden vor allem unsere Muskelhypothek einbringen können." Zu bedenken seien auch die Betriebskosten, die der Verein dann künftig allein stemmen müsste.

Scheitert das Vorhaben des Besitzerwechsels, wird der in die Jahre gekommene Bau nach Fertigstellung der neuen Halle abgerissen. So wie der Mittelbau, der die Halle und die Schule verbindet.

Ditmar Wohlgemuth

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