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Delitzsch Sperrung der B 2-Ortsdurchfahrt Hohenossig verursacht am ersten Tag Verkehrschaos
Region Delitzsch Sperrung der B 2-Ortsdurchfahrt Hohenossig verursacht am ersten Tag Verkehrschaos
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11:56 06.07.2016
Obwohl die Ortsdurchfahrt Hohenossig voll gesperrt ist, fährt dieser Pkw bis an die Baufahrzeuge heran. In der Folge wird sich die Fahrerin über den Fußweg an den Baumaschinen vorbeidrängeln. Quelle: Thomas Steingen
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Hohenossig

Was den Verkehr in ihrem Ort betrifft, sind die Hohenossiger einiges gewohnt. Was sich am Dienstag im Krostitzer Ortsteil abspielte, das überstieg jedoch die schlimmsten Erwartungen. In den nächsten zwei Monaten wird dort die Fahrbahn der Bundesstraße 2 erneuert. Seit Montag ist deshalb die Ortsdurchfahrt voll gesperrt. Gestern legten die Bauleute mit dem Abfräsen des Asphalts los. Ungeachtet dessen rollten aber immer wieder, die Absperrungen missachtend, Kraftfahrzeuge in den Baustellenbereich, einige fuhren über die schon abgefrästen Bereich, um nach Kletzen abbiegen zu können. Ganz dreiste Fahrer zwängten sich auf dem Fußweg an den Baumaschinen vorbei.

Anwohner Bernd Winterfeld beobachtet kopfschüttelnd eine solche Situation und kommentiert sie mit: „Das perfekte Chaos.“ Währenddessen sich weitere Autos aus Richtung Leipzig dem Abzweig nach Kletzen nähern. Dort biegen sie ab, weil sie an der Fräse, die bereits eine Fahrspur ausgehoben hat, nicht vorbeikommen. Mühsam, um nicht aufzusitzen quälen sich die Pkw und Laster über die Absätze. „Wahnsinn, was es für verrückte Kraftfahrer gibt“, sagt ein Anwohner gegenüber, der an seinem Häuschen werkelt. Am Montag sei es richtig ruhig im Ort gewesen, erzählt er. „Endlich habe ich mal die Vögel zwitschern gehört.“ Und auch Bernd Winterfeld, der ebenfalls direkt an der B 2 wohnt, freut sich, jetzt nachts mit offenem Fenster schlafen zu können.

Die Bauleute zeigen sich von den unvernünftigen Kraftfahren unbeeindruckt, bleiben Herrscher auf der Straße. Am ersten Tag würden immer wieder Kraftfahrer versuchen, irgendwie durchzukommen. Das spiele sich aber ein, berichtet einer von ihnen.

Richtig viel Verkehr rollt innerorts durch die Straße „Zur Klause“, die Ortskundige als Schleichweg nutzen. So schlimm habe er es nicht erwartet, schildert Ronny Onischke, an dessen Grundstück die Fahrzeuge vorbei müssen. Selbst der Fahrer eines ungarischen Sattelzuges hat diesen Weg gewählt und steckt dann in der Sackgasse fest. Auch Anwohnerin Nancy Rößler rätselt, ob sie von der Straße Zur Klause auf die B 2 fahren kann, um ihr Kind nach Krostitz in den Hort zu bringen. Die Umleitung über Hohenheida und Gottscheina komme für sie nicht infrage, sagt sie verärgert. Antje Kunze vom gleichnamigen Pflegedienst aus Krostitz steht vor dem Problem, wie sie zu ihren Patienten gelangt. Dreimal täglich fährt sie Hohenossig an und wenn sie nicht durch die Straße Zur Klause kann, fällt jedes Mal ein Umweg von 20 Kilometern an. „Irgendwie muss ich mich durchmogeln“, ist sie dennoch zuversichtlich.

Von Thomas Steingen

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