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Delitzsch Spitzenleistungen auf der Alm in Schenkenberg
Region Delitzsch Spitzenleistungen auf der Alm in Schenkenberg
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16:06 02.05.2016
Das Nachwuchsteam der Schenkenberger begeistern mit ihrer Kür zur Musik „König der Löwen“ das Publikum und die Punktrichter gleichermaßen. Quelle: Alexander Prautzsch
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Schenkenberg

Das 14. Schenkenberger Voltigierturnier auf der Alm vor den Toren der Loberstadt hielt alles, was im Vorfeld erneut versprochen wurde. Spannung, Grazie, Eleganz, eine schön anzusehende Symbiose von Mensch und Tier, aber auch und vor allem Spaß und Unterhaltung. Das Turnier wird in die Analen der Geschichte eingehen, als eine Veranstaltung, die weit mehr zu bieten hatte als einen puren Wettstreit. Es war Werbung für einen Sport, der oft genug nur am Rande wahrgenommen wird, deren Leistungsniveau aber weit höher liegt. Dass Schenkenberg nicht nur das Mekka des Voltigierens in Nordsachsen darstellt, bewiesen einmal mehr die überaus zahlreichen Starteranmeldungen.

Großveranstaltung nur mit Helfer zu schaffen

27 Gruppen- und 40 Einzelvoltigierer aus sieben Bundesländern hatte gemeldet, sie brachten 53 Pferde mit. Für alle musste gesorgt werden. „Hätten wir nicht die Unterstützung der zahlreichen Helfer aus dem Verein, den Eltern, Großeltern und Freunden, könnten wir eine solche Großveranstaltung nicht stemmen“, erklärte Mitorganisator und Sachsens Landestrainer Peter Wagner. Wie sie es immer wieder schaffen, trotz vieler Unberechenbarkeiten den Zeitplan einzuhalten, bleibt ein kleines Wunder. Schließlich stapelten sich fast die Pkw, die Anhänger, die Athleten und die Pferde auf dem Gelände. Die Kapazität stieß erneut an ihre Grenzen. Dass am Endes eines langen Tages eine halbe Stunde Verzögerung im Ablauf auftrat, dürfte angesichts dessen kaum der Rede wert.

Weltklasse trifft aufeinander

Als besonderes Schmäckerchen des 14-stündigen Programms wurde das Aufeinandertreffen des Weltcupsiegers der vergangenen Saison Daniel Kaiser (RFV Löbnitz) und des Medaillengewinner von Europa- und Weltmeisterschaften, Erik Oese (Radebeul), angekündigt. Sie traten sowohl im Wettkampf- sowie im Technik- Teil an. In beiden Kategorien musste sich Daniel Kaiser, wenn auch knapp, geschlagen geben. Beobachter sind sich einig: Oese hat weniger gewagt, turnte mehr auf Sicherheit, hatte nur wenige kleine Patzer. Kaiser auf seinem Pferd Down Under, unterstützt an der Longe von Nicole Oleszak, wollte augenscheinlich eine Essenz mehr zeigen, reizte aus, was möglich war, nicht alles gelang offenbar perfekt. Diese Nuancen im Unterschied erkannte das hochkarätig besetzte Richterteam aus Hamburg, Kiel und Erfurt. Damit wurden übrigens insgesamt beste Bedingungen für einen fairen Leistungsvergleich in Schenkenberg geboten.

Julia Sophie Wagner siegt bei den Damen

Das Schenkenberger Turnier diente erneut der Sichtung zur Deutschen Meisterschaft, zur Deutschen Jugendmeisterschaft und zur Norddeutschen Meisterschaft für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg. Darauf hatten sich die Einzel- und Gruppenstarter besonders konzentriert. Ihre Klasse erneut beweisen konnte die in diesem Jahr bereits international schon erfolgreiche Julia Sophie Wagner vom einheimischen Reit- und Voltierverein (RVV) Schenkenberg. Sie siegte bei den Damen. Lena Handke longierte Pferd Santaro. Auf Rang zwei folge mit gut einem Punkt Rückstand Maxi Altmann, die von Gerhard Kluger auf dem Pferd Wotan longiert wurde.

Santaro wird bestes Einzelpferd

Die Juniorvoltigierer Kim Bechstedt, Lukas Teuber und Jannika Kirchner vom gastgebenden Verein erreichten die Plätze zwei, drei und vier. Sie mussten sich lediglich Ronja Köhler von der Voltigier- und Reitgemeinschaft Schäferhof geschlagen geben. Die Schenkenbergerinnen sicherten sich mit dem Erfolg den Anspruch auf die Teilnahme an der Deutschen Jugendmeisterschaft, zu der Sachsen zwei Starter entsenden kann. Jasmin Schneider vom RVV Sehlis wurde auf Pferd Spirit of Dream Zehnte. 20 Junioren-Einzelstarterinnen – und Starter traten in den Zirkel und vor die Jury. Die Schenkenberger voltigierten auf Santaro, vorgestellt von Lena Handke. Am Abend wurde Santaro als bestes Einzelpferd ausgezeichnet.

Trainerin mit der neuen Gruppe zufrieden

Bei der Landesbestenermittlung in der Kategorie L traten fünf sächsische Vereine an. Der Sieg ging nach Bautzen, an das Team Lindenhöhe, Zweiter wurde Schenkenberg III, Dritter das Schulsportzentrum Liebertwolkwitz, Vierter Reibitz II. Die Gewinner des Vorjahres aus Schenkenberg starteten mit einer neu zusammengestellten Gruppe. Sie voltigierten auf Wotan, an der Longe Gerhard Kluger . „Dafür, dass es für einige die erste Pferdesportsaison ist, bin ich schon zufrieden“, sagte Trainerin Melanie Peglow.

Wettkämpfe in Österreich und Schweden

Bei der Sichtung der Voltigier-Gruppen zur Teilnahme an den Deutschen Jugendmeisterschaften belegten die Teams I und II aus Schenkenberg die ersten beiden Plätze, gefolgt vom Team I aus Reibitz. Besonders die ganz jungen Schenkenberger im Team II begeisterten Richter und Zuschauer gleichermaßen mit einer harmonisch, zum Thema „König der Löwen“ vorgetragenen Kür. Giovanni, ihr Pferd, wurde zudem noch bestes Gruppenpferd. „Ich bin sehr optimistisch. Alle zu sichtenden Einzelvoltigierer und Gruppen haben ihre bisher besten Leistungen gezeigt. Das sind beste Voraussetzungen für die Saison, die die Sportler vom Landesleistungszentrum noch nach Österreich und Schweden führen wird“, sagte Landestrainer Peter Wagner.

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Sportlerinnen und Sportler aus sieben Bundesländern nehmen an der 14-stündigen Veranstaltung teil / Weltklasse trifft in der Herrenkonkurrenz aufeinander.

Weitere Ergebnisse unter www.reiten-delitzsch.de/aktuelles/heimturnier-2016/

Von Ditmar Wohlgemuth

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