Volltextsuche über das Angebot:

19 ° / 7 ° wolkig
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Spröda entsorgt ab 2018 nach Delitzsch

Abwasser Spröda entsorgt ab 2018 nach Delitzsch

Die Sprödaer bekommen ein neues Abwasserentsorgungsnetz. Ab 2018 werden die Abwässer zentral in der Delitzscher Kläranlage gereinigt. Die Bauarbeiten für das Leitungssystem beginnen 2017 und werden in zwei Bauabschnitten erfolgen. Noch in diesem Herbst erfolgen die Ausschreibungen dazu europaweit. Im Februar soll Baustart sein.

Die Straße Waldblick soll nach den Tiefbauarbeiten für neue Abwasserleitungen auch eine neue Pflastersteindecke bekommen.

Quelle: Ditmar Wohlgemuth

Delitzsch. Der Delitzscher Ortsteil Spröda wird im kommenden Jahr zur Großbaustelle in Sachen Abwasserentsorgung. Die Arbeiten, die im Februar beginnen sollen, werden in zwei Etappen ausgeführt, die jeweils bis zu vier Monate Zeit beanspruchen. Zum Jahresende muss jedoch alles fertig, die Fördermittel abgerechnet sein. Bei einem ausgedehnten Dorfrundgang erläuterte kürzlich Ortsvorsteher Dietmar Mieth (CDU), unterstützt vom Delitzscher Bürgermeister Torsten Schöne (parteilos) sowie von Mitarbeitern der Oewa und der Delta Planungsgesellschaft das Vorhaben im Ort.

Per Druckleitung in die Kläranlage

Wie zwischen dem Abwasserzweckverband Delitzsch (AZVD) und dem Abwasserzweckverband Unteres Leinetal (AZVUL) vereinbart, werden die Delitzscher ab 2018 das in Spröda anfallende Abwasser in der Zentralen Behandlungsanlage an der B 185 zwischen Delitzsch und Rödgen reinigen. Dazu wird es eine Übergabestation am Delitzscher Stadtforst geben. Bis dahin wird es per Druckleitung transportiert. Die zentrale Entsorgung hatte sich als Vorzugsvariante durchgesetzt. Für die Umsetzung zeichnet der AZVUL-Betriebsführer, die Oewa Wasser und Abwasser GmbH, verantwortlich. Dieses Unternehmen vergab die Planungs- bis hin zu den später erforderlichen Bauüberwachungsaufgaben an die Delta Planungsgesellschaft Delitzsch. Frank Lippold, Tiefbauexperte, konnte den zahlreichen Bewohnern während des Rundganges als auch dann während der Ortschaftsratssitzung kompetent und verständlich die Fragen beantworten.

Altes Leitungssystem nimmt nur Regenwasser auf

Oewa-Mitarbeiter Michael Mönicke teilte mit, dass das jetzt in Spröda vorhandene Mischwasserkanalsystem (Regen- und Abwasser in einem Rohr) „nicht angefasst wird“. Die vorhandenen Leitungen sollen dann lediglich für die Ableitung des Regens von den Straßen als auch von den bebauten Grundstücken genutzt werden. „Wir sind beauftragt, uns jetzt nur um das neue Abwassersystem zu kümmern“, so Mönicke.

Straße Waldblick erhält Pflastersteindecke

Zu den Details des Bauvorhabens konnte Planer Lippold konkrete Angaben machen. So werden die neuen Abwasserleitungen fast in der Mitte des jeweiligen Straßenverlaufs (zum Beispiel in der Alten Dorfstraße), teils bis in eine Tiefe von bis zu drei Metern eingebracht. Die Verlegung erfolgt in offener Bauweise, der Schacht wird bis zu anderthalb Meter breit sein und das alles wahrscheinlich bei Vollsperrung der jeweiligen Straßenabschnitte. Für Übergabeschächte, die dringend empfohlen werden, müssen die Grundstückseigentümer aufkommen. Sie kosten etwa je nach Ausführung 200 Euro. Der AZVUL sorgt für die Hausanschlüsse. Schöne kündigte an, dass die Straße Waldblick im Zuge des Abwasserleitungsbaus grundhaft erneuert wird und wahrscheinlich eine Pflastersteindecke erhält.

Poßdorfer müssen ein Jahr warten

Die Poßdorfer müssen jedoch auf eine Umsetzung der aus Sicht des AZVUL kostengünstigsten Variante der Abwasserbehandlung noch ein Jahr warten. „Vielleicht sogar noch länger“, räumte AZVUL-Verbandsvorsitzende Volker Tiefensee (CDU) ein. Noch gäbe es kein Grundstück, auf dem die Ortskläranlage errichtet werden kann. „Wir hoffen, dass uns ein Poßdorfer dafür ein Grundstück verkauft. Sonst verzögert sich das Vorhaben.“ Derzeit wohnen in Poßdorf 63 Menschen. Die Kläranlage ist für 50 bis 70 Einwohner ausgelegt. „Sie kann jederzeit erweitert werden“, beantwortet Oewa-Mitarbeiter Michael Mönicke eine entsprechende Frage von Ortschaftsrätin Bettina Paubandt (Die Linke). Sie sah in der Zukunft möglicherweise mehr Einwohner.

Von Ditmar Wohlgemuth

Spröda 51.5427924 12.4270817
Spröda
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Delitzsch
  • Zeitungsküken 2017 gekürt

    Zum elften Mal suchte die Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung das Zeitungsküken. Mit der Aktion steht der Nachwuchs der Region im Fokus. Sehen Sie h... mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Sehen Sie hier einen Rückblick auf das LVZ Sommerkino im Scheibenholz vom 14. Juli - 3. August 2016. mehr

Blättern Sie in der prall gefüllten Veranstaltungsbeilage und entdecken Sie die Termine aus den Städten und Gemeinden. mehr

24.05.2017 - 07:22 Uhr

Die Elf von Thomas Patommel kam in den vergangenen Wochen immer besser in Schwung. Favorit ist aber Gegner Wacker Dahlen.

mehr
  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • Auf dem Lutherweg

    Spannende Entdeckungsreise mit Martin Luther: Die LVZ pilgert zum Jubiläumsjahr der Reformation 2017 auf dem Lutherweg. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr