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Delitzsch Spröda entsorgt ab 2018 nach Delitzsch
Region Delitzsch Spröda entsorgt ab 2018 nach Delitzsch
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06:00 25.05.2016
Vor Ort in Spröda lassen sich Einwohner über das Abwasserbauvorhaben informieren. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Delitzsch

Der Delitzscher Ortsteil Spröda wird im kommenden Jahr zur Großbaustelle in Sachen Abwasserentsorgung. Die Arbeiten, die im Februar beginnen sollen, werden in zwei Etappen ausgeführt, die jeweils bis zu vier Monate Zeit beanspruchen. Zum Jahresende muss jedoch alles fertig, die Fördermittel abgerechnet sein. Bei einem ausgedehnten Dorfrundgang erläuterte kürzlich Ortsvorsteher Dietmar Mieth (CDU), unterstützt vom Delitzscher Bürgermeister Torsten Schöne (parteilos) sowie von Mitarbeitern der Oewa und der Delta Planungsgesellschaft das Vorhaben im Ort.

Per Druckleitung in die Kläranlage

Wie zwischen dem Abwasserzweckverband Delitzsch (AZVD) und dem Abwasserzweckverband Unteres Leinetal (AZVUL) vereinbart, werden die Delitzscher ab 2018 das in Spröda anfallende Abwasser in der Zentralen Behandlungsanlage an der B 185 zwischen Delitzsch und Rödgen reinigen. Dazu wird es eine Übergabestation am Delitzscher Stadtforst geben. Bis dahin wird es per Druckleitung transportiert. Die zentrale Entsorgung hatte sich als Vorzugsvariante durchgesetzt. Für die Umsetzung zeichnet der AZVUL-Betriebsführer, die Oewa Wasser und Abwasser GmbH, verantwortlich. Dieses Unternehmen vergab die Planungs- bis hin zu den später erforderlichen Bauüberwachungsaufgaben an die Delta Planungsgesellschaft Delitzsch. Frank Lippold, Tiefbauexperte, konnte den zahlreichen Bewohnern während des Rundganges als auch dann während der Ortschaftsratssitzung kompetent und verständlich die Fragen beantworten.

Altes Leitungssystem nimmt nur Regenwasser auf

Oewa-Mitarbeiter Michael Mönicke teilte mit, dass das jetzt in Spröda vorhandene Mischwasserkanalsystem (Regen- und Abwasser in einem Rohr) „nicht angefasst wird“. Die vorhandenen Leitungen sollen dann lediglich für die Ableitung des Regens von den Straßen als auch von den bebauten Grundstücken genutzt werden. „Wir sind beauftragt, uns jetzt nur um das neue Abwassersystem zu kümmern“, so Mönicke.

Straße Waldblick erhält Pflastersteindecke

Zu den Details des Bauvorhabens konnte Planer Lippold konkrete Angaben machen. So werden die neuen Abwasserleitungen fast in der Mitte des jeweiligen Straßenverlaufs (zum Beispiel in der Alten Dorfstraße), teils bis in eine Tiefe von bis zu drei Metern eingebracht. Die Verlegung erfolgt in offener Bauweise, der Schacht wird bis zu anderthalb Meter breit sein und das alles wahrscheinlich bei Vollsperrung der jeweiligen Straßenabschnitte. Für Übergabeschächte, die dringend empfohlen werden, müssen die Grundstückseigentümer aufkommen. Sie kosten etwa je nach Ausführung 200 Euro. Der AZVUL sorgt für die Hausanschlüsse. Schöne kündigte an, dass die Straße Waldblick im Zuge des Abwasserleitungsbaus grundhaft erneuert wird und wahrscheinlich eine Pflastersteindecke erhält.

Poßdorfer müssen ein Jahr warten

Die Poßdorfer müssen jedoch auf eine Umsetzung der aus Sicht des AZVUL kostengünstigsten Variante der Abwasserbehandlung noch ein Jahr warten. „Vielleicht sogar noch länger“, räumte AZVUL-Verbandsvorsitzende Volker Tiefensee (CDU) ein. Noch gäbe es kein Grundstück, auf dem die Ortskläranlage errichtet werden kann. „Wir hoffen, dass uns ein Poßdorfer dafür ein Grundstück verkauft. Sonst verzögert sich das Vorhaben.“ Derzeit wohnen in Poßdorf 63 Menschen. Die Kläranlage ist für 50 bis 70 Einwohner ausgelegt. „Sie kann jederzeit erweitert werden“, beantwortet Oewa-Mitarbeiter Michael Mönicke eine entsprechende Frage von Ortschaftsrätin Bettina Paubandt (Die Linke). Sie sah in der Zukunft möglicherweise mehr Einwohner.

Von Ditmar Wohlgemuth

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