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Delitzsch Spröda soll neuen Gehweg bekommen – aber nur einseitig
Region Delitzsch Spröda soll neuen Gehweg bekommen – aber nur einseitig
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14:00 10.07.2018
In der Alten Dorfstraße in Spröda soll nur eine Seite Gehweg errichtet werden. Quelle: Wolfgang Sens
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Spröda

Die Alte Dorfstraße im Delitzscher Ortsteil Spröda ist wirklich ziemlich alt und in die Jahre gekommen. Gehweg und Zufahrten der kommunalen Straße bestehen momentan aus brüchigem Asphalt und Beton, alles ist ziemlich uneben und dort wo Asphalt und Beton ineinander übergehen, ergeben sich Stolperkanten. Es muss was passieren.

Fußweg soll barrierefrei werden

Das will die Stadtverwaltung angehen und den nördlichen Gehweg barrierefrei ausbauen. Eine außerplanmäßige Auszahlung von mehr als 200 000 Euro ist beschlossene Sache, die Maßnahme wird zum Großteil aus dem Leader-Topf gefördert. Allerdings: Vorerst ist nur der Ausbau des nördlichen Gehwegs damit angedacht, die andere Straßenseite bliebe erst einmal unberührt. Auf zirka 700 Metern soll der nördliche Gehweg zwischen der Einmündung zur Straße Zur Spröde und dem letzten bebauten Grundstück saniert werden. 2,30 Meter breit werden soll der Fußweg. Mit dem barrierefreien Ausbau sollen mobilitätseingeschränkte Personen wie Rollstuhlfahrer aber auch Leute mit Kinderwagen von dem neuen Gehweg besonders profitieren. Und auch der barrierefreie Zugang zur Bushaltestelle, welche wiederum in einer separaten Baumaßnahme Thema ist, soll gewährleistet werden. Zudem sollen Stellplätze für Pkw geschaffen werden, auch, um die verhältnismäßig hohe Frequenz von Linienbussen besser passieren zu lassen.

Straßenbau am besten gleichzeitig

Dass allerdings nur eine Seite des Gehwegs gemacht wird, stößt manchem auf. Als Posse bezeichneten zum Beispiel die Freien Wähler das Ansinnen. Dabei, so die Argumentation der Verwaltung, sei das Vorgehen in der Fördermittelpolitik begründet, die zunächst nur eine Seite in der Sanierung ermögliche. Da neben dem Fußweg auch die Alte Dorfstraße selbst stark sanierungsbedürftig ist, versuche die Verwaltung auch dafür entsprechende Fördermittel zu akquirieren. Allerdings, so Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos), sei im laufenden Jahr nicht mit Mittelzuweisungen zu rechnen. Einen Fördermittelantrag habe die Verwaltung dennoch gestellt, um auch die Straße selbst grundhaft ausbauen zu können. Auch, um die Beeinträchtigungen für die Anwohner möglichst gering zu halten, will man dann lieber erst 2019 gleichzeitig mit dem Bau von Fußweg und Straße beginnen.

Von Christine Jacob

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