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Sprödaer monieren Art und Weise des Abrisses der alten Leichenhalle

Bürgerkritik Sprödaer monieren Art und Weise des Abrisses der alten Leichenhalle

Dass es das Beste ist, die stark sanierungsbedürftige und einer Trauenfeier nicht mehr würdigen Leichenhalle abzureißen und stattdessen die Sanierung der Sprödaer Kirch zu forcieren, darüber herrscht im Delitzscher Ortsteil Einigkeit. Wie der Abriss des Gebäudes aber erfolgt, das stößt im Dorf auf Kritik.

Abriss der Leichenhalle in Spröda. Ihre Sanierung hätte Delitzsch knapp 50 000 Euro gekostet.

Quelle: Wolfgang Sens

Spröda/Delitzsch. Lange wurde über die Zukunft der maroden Leichenhalle auf dem Sprödaer Friedhof diskutiert. Nun, da Einigkeit erzielt worden ist, dass künftig auch weltliche Trauerfeiern in der Kirche stattfinden können, stand dem Abriss der alten Halle eigentlich nichts mehr im Wege. Doch nachdem am vergangenen Montag der Abrissbagger angerückt ist, droht neues Ungemach, denn offensichtlich sind die Sprödaer von dieser Aktion völlig überrascht worden. Entsprechend die Reaktionen in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates Spröda/Poßdorf, in der es heftige Kritik an der Art und Weise, wie der Abriss erfolgt, hagelt.

Zunächst fragt Regina Essig nach, ob jemand wisse, wo der Rhododendron-Strauch auf dem Friedhof, der nahe der Leichenhalle gestanden hat, geblieben sei. Weil die Sprödaerin diesen immer gepflegt hat, ist ihr sofort aufgefallen, dass er seit einigen Tagen fehlt. Regina Essig engagiert sich nicht nur im Förderverein zur Erhaltung der Kirche, sondern auch für die dörfliche Gemeinschaft. So dankte ihr und den anderen Organisatoren Ortsvorsteher Dietmar Mieth für die Durchführung des Erntedankfestes am ersten Oktoberwochenende.

Fehlende Absprachen

Schärfer formuliert Eckhard Gründling seinen Ärger. Für jeden Abriss brauche man eine Genehmigung, in der festgehalten sei, dass die unmittelbaren Nachbarn vom Vorhaben zu informieren seien. Das sei zumindest, was den Gemeindekirchenrat betrifft, nicht erfolgt, so dessen Mitglied. Erbost zeigt sich Eckhard Gründling auch darüber, dass er keinen Verantwortlichen vor Ort vorgefunden habe. Stattdessen durfte er sich von einem Bauarbeiter anhören, er solle sich nicht so haben, als er diesen angesprochen hatte, weil ein Container auf dem Friedhof abgestellt wurde und ein Lkw über den Fußweg des Gottesackers gefahren war, schildert er. „So geht es nicht, denn der Friedhof ist ein sensibler Ort“, kritisiert Eckhard Gründling.

Auch Dietmar Mieth zeigt sich vom Abriss überrascht. Er sei davon ausgegangen, dass die Leichenhalle erst abgerissen werden soll, wenn die Sanierung der Kirche erfolgt ist. Vom Beginn am Montag habe auch er nichts gewusst, so der Ortsvorsteher.

Friedhofsmauer verlängern

Von der Stadtverwaltung erwarten die Sprödaer nun ein klare Ansage, wie die Fläche auf der die Leichenhalle bisher stand, hergerichtet wird. Besonders am Herzen liegt ihnen aber, wie die geklinkerte Friedhofsmauer geschlossen wird. „Hier kann es nur eine Lösung geben“, fordert Mieth, und das sei die mit dem Denkmalschutz abgestimmte Bauweise, die bereits bei der Sanierung der bestehende Mauer angewandt wurde.

Von Thomas Steingen

Spröda. Kreuzweg 51.5426658 12.4244713
Spröda. Kreuzweg
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