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Delitzsch Stadt Delitzsch erklärt Baumfällungen
Region Delitzsch Stadt Delitzsch erklärt Baumfällungen
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13:20 07.02.2019
So sieht es am Wallgraben in Delitzsch nach der großen Baumfällaktion jetzt aus. Besonders in Ufernähe wurden viele Bäume gerodet oder massiv gekürzt. Quelle: Wolfgang Sens
Delitzsch

Die meisten Bäume sind schon weg. Seit Montag laufen die Fällungen am Delitzscher Wallgraben, um die Sanierung des Gewässers vorzubereiten. Nicht nur die kurzfristige Ankündigung hat die Bürger verärgert, auch die hohe Zahl von insgesamt 33 Bäumen erhitzt die Gemüter. Die Stadtverwaltung reagiert nun: Die Bürger, die sich näher zum Thema Wallgrabensanierung informieren möchten, werden auf die Internetseite der Stadt unter www.delitzsch.de verwiesen, wo eine Infoseite verlinkt ist. Zudem gibt es nun ein sogenanntes FAQ zur Wallgrabensanierung auf der Homepage, mit dem die meisten und häufigsten Fragen beantwortet werden sollen. Grundsätzlich haben Bürger die Möglichkeit und das Recht, Einsicht in die Planungsunterlagen zu nehmen. Wir fassen ein paar Aspekte zusammen:

Die wichtigsten Fragen und Antworten:

Warum ist die Sanierung nötig? Hintergrund ist der schlechte Zustand des Gewässers: „Durch die in den 1990er-Jahren gesetzten Seerosen, die geringe Fließgeschwindigkeit und den Biomasseeintrag der Gewächse an den Uferbereichen hat sich im Wassergraben eine bis zu 70 Zentimeter dicke Sediment- und Schlammschicht gebildet“, heißt es.

Nach der Rodung von 33 Bäumen besonders in Ufernähe ist es deutlich kahler am Delitzscher Wallgraben geworden. Die Bäume mussten weichen um Baufreiheit für die Sanierung des Gewässers zu schaffen

Was wird gebaut und warum? Bei anderen Schlämmungen mussten doch keine Bäume weg? Während der Maßnahmen im ersten und zweiten Bauabschnitt werden Bentonitmatten eingesetzt, die die Sohle des Wallgrabens abdichten. Auch die Böschung Richtung Lober wird abgedichtet, da der Wallgraben dorthin Wasser verliert. Bei den früheren Schlämmungen floss noch kein Wasser durch die Böschung in den Lober, der zu Tagebauzeiten noch höher lag als der Wallgraben.

Geht es nicht anders? „Diese Ausbauvariante ist von allen Varianten, die das Planungsbüro untersucht hat, als am nachhaltigsten eingeschätzt worden“, erklärt die Stadt. Das Planungsbüro wird auch den Ausbau begleiten. Eine andere Möglichkeit wäre die Verschmälerung des Grabens auf zwei Meter gewesen – damit würde der Charakter verloren gehen und Pflanzen- und Tierwelt leiden.

Gibt es neue Bäume und wann? Nachpflanzungen mit unter anderem Linden, Erlen und Ulmen sollen nach dem Ende der Baumaßnahmen erfolgen. Damit soll der geschlossene Alleencharakter der Wallgrabenpromenade wieder erreicht werden.

Von Christine Jacob

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