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Stadt Delitzsch forciert Komplettabriss von Baracken

Stadt Delitzsch forciert Komplettabriss von Baracken

Die Stadtverwaltung setzt bei der Schandfleckbeseitigung noch mal nach: Das ehemalige Spätaussiedlerheim im Delitzscher Ortsteil Döbernitz soll verschwinden - nicht nur teilweise, sondern möglichst komplett.

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Diese Brandruine sowie vier weitere ausgediente Baracken bilden in der Döbernitzer Straße einen seit Jahren störenden Schandfleck.

Quelle: Alexander Bley

Döbernitz. Ob das gelingt, hängt von der Bewilligung von Fördermitteln ab. Dem Vernehmen nach stehen die Zeichen günstig.

Wirklich sicher ist bislang nur der Abriss von zwei der insgesamt fünf ausgedienten Baracken. Der Rückbau der beiden Gebäude, darunter eine Brandruine, soll bis Jahresende erledigt sein, kostet rund 118 000 Euro. Davon sollen 90 Prozent über das Programm zur Brachflächen-Revitalisierung gefördert werden, der entsprechende Antrag ist längst genehmigt.

Nun habe die Landesdirektion als bewilligende Behörde die Stadtverwaltung jedoch ermuntert, diesen Antrag zu erweitern - und auch die drei übrigen Baracken einzubinden. Offenbar stehen die Chancen inzwischen gut, auch dafür Fördermittel aus dem gleichen Topf zu bekommen. Für die Ergänzung würden weitere rund 150 000 Euro zu Buche schlagen, wiederum zu 90 Prozent bezuschusst. Die Stadtverwaltung Delitzsch sieht darin die Chance, das seit Jahrzehnten schwelende Problem der Heimbaracken endlich vom Tisch zu bekommen. Außer den Gebäuden würden auch sämtliche Nebengelasse und Bodenversiegelungen entfernt. Alle Baugruben würden verfüllt und verdichtet.

Bei voller Förderung wäre der Aufwand finanziell zu stemmen - schließlich würden sich die nötigen Eigenmittel auf insgesamt "nur" rund 27 000 Euro beziffern, zu tilgen über ein bereits reserviertes Budget, das im Zuge des Pep-Markt-Baus angelegt wurde. Das Baracken-Areal ist offizielle Grünausgleichsfläche für den Markt, soll aufgeforstet werden. Nach Angaben von Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos) beläuft sich das zur Verfügung stehende Budget auf etwa 50 000 Euro. Weil es zweckgebunden ist, kann es auch ohne städtischen Haushaltsplan eingesetzt werden.

Heute hat der Technische Ausschuss des Stadtrates dazu das letzte Wort. Er soll den Rückbau der drei übrigen Baracken beschließen und damit für den erweiterten Fördermittelantrag den Weg freimachen. Bereits Ende Juni hat der Stadtrat wesentliche Weichen gestellt: Beschlossen wurde damals der Erwerb der drei Barackengrundstücke von einem Privateigentümer aus Jesewitz. Der erhielt bei einem ausgehandelten Bodenpreis von 1,20 Euro knapp 8000 Euro. Der Privatmann hatte sich, wie es heißt, mit dem Verkauf lange schwergetan, hoffte offenbar auf anderweitige Nutzungsmöglichkeiten für seine Flurstücke. Doch da der Flächennutzungsplan das gesamte Areal aus Ausgleichsfläche ausweist, sind Bauprojekte nicht möglich.

Nun also hängt es am heutigen Beschluss des Technischen Ausschusses - und an der Landesdirektion. Bleiben die zusätzlichen Fördermittel wider Erwarten aus, dürften drei der fünf Baracken doch bis auf Weiteres stehen bleiben. Für diesen Fall empfiehlt die Verwaltung die Verschiebung des Abrisses, bis ein positiver Zuschussbescheid vorliegt. Denn ein Abriss ohne Förderung wäre in finanzieller Hinsicht ein dicker Brocken.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 23.07.2013

Kay Würker

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