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Delitzsch Stadt Delitzsch formuliert Stellungnahme zum geplanten Naturschutzgebiet
Region Delitzsch Stadt Delitzsch formuliert Stellungnahme zum geplanten Naturschutzgebiet
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17:00 13.10.2017
Auch auf das Gewerbegebiet Delitzsch Südwest hat die Ausweisung des Naturschutzgebietes „Werbeliner See“ Auswirkungen. Quelle: Manfred Lüttich
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Delitzsch

Das geplante Naturschutzgebiet „Werbeliner See“ beschäftigt weiter die Menschen in der Region. Jetzt kommt zudem allmählich Bewegung in die laufende Beteiligung am Verfahren zum Verordnungsentwurf der Unteren Naturschutzbehörde. Wie der Delitzscher Oberbürgermeister vor einigen Wochen ankündigte, hat die Stadt nun eine erste offizielle Stellungnahme erarbeitet und an das Landratsamt geschickt. Wie Manfred Wilde betont, erfolgte die Stellungnahme rein vorsorglich als betroffener Grundstückseigentümer, und sie sei noch nicht umfassend abgeschlossen, weil die Große Kreisstadt Delitzsch auch als Träger öffentlicher Belange noch Bedenken, Hinweise und Anregungen zum Verordnungsentwurf äußern werde. Hierfür hat die Stadt noch bis zum 25. Oktober Zeit.

Konflikte mit Landwirtschaft und Industrie

Als unverständlich und nicht nachvollziehbar ist aus Delitzscher Sicht die Ausweitung des Naturschutzgebietes auf große Flächen außerhalb des europäischen Vogelschutzgebietes. „Hier werden Konfliktpotenziale mit der bestehenden Landwirtschaft und den im Industrie- und Gewerbegebiet Delitzsch Südwest ansässigen Unternehmen bewusst in Kauf genommen“, heißt es in der Stellungnahme. Kritisch verweist die Stadt darauf, dass die durch den Landkreis beauftragten naturschutzfachlichen Erhebungen nicht über einen längeren Zeitraum erfolgen und somit nicht oder nur unzureichend für den Nachweis von Brut- und Nistplätzen geeignet seien. Hierbei handele es sich vielmehr um zeitlich sehr eingeschränkte und nur eine bestimmte Artenauswahl betreffende Beobachtungen. „Diese können als Beweis des Vorhandenseins und des Schutzes bestimmter Vogel- und Tierarten jedoch allein nicht ausreichend sein“, heißt es in der Stellungnahme weiter.

„Vor dem Hintergrund touristischer und wirtschaftlicher Aspekte fordere ich das Landratsamt nochmals zu einer intensiven Prüfung aller Unterlagen und zur Berücksichtigung der städtischen Einwände auf, nicht zuletzt, da es hierbei auch um Arbeitsplätze in Delitzsch geht“, sagte der Oberbürgermeister.

Von Thomas Steingen

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