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Delitzsch Stadt Delitzsch sucht Bewerber für Tätigkeit als ehrenamtlicher Richter
Region Delitzsch Stadt Delitzsch sucht Bewerber für Tätigkeit als ehrenamtlicher Richter
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16:06 16.02.2018
Michael Friedrich aus Sausedlitz ist derzeit Schöffe am Landgericht in Leipzig. Quelle: Wolfgang Sens
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Delitzsch

Die Stadt Delitzsch sucht Bewerber für das Schöffen- und Jugendschöffenamt, denn in diesem Jahr steht die Wahl der ehrenamtlichen Richter für die Amtszeit 2019 bis 2023 ins Haus. Der Delitzscher Stadtrat will am 24. Mai dafür die Kandidaten bestimmen. „Deshalb suchen wir Personen, die am Amtsgericht Eilenburg und am Landgericht als Vertreter des Volkes an der Rechtssprechung teilnehmen möchten“, erklärt Bürgermeister Thorsten Schöne. Dabei hat ein Schöffe die gleichen Rechte und Pflichten wie ein hauptamtliche Richter.

Über die Kommunen werden die Bewerber für dieses Amt ausgewählt. Die Stadt wird voraussichtlich doppelt so viele Bewerber bestimmen müssen, wie als Schöffen benötigt werden, so Schöne weiter. Er rechnet damit, dass die Zahl der vorzuschlagenden Kandidaten 14 sein wird. Festlegen wird das der Präsident des Landgerichtes. Aus den Vorschlägen der Kommunen wählt der Schöffenwalausschuss beim Amtsgericht in der zweiten Jahreshälfte die Haupt- und Hilfsschöffen. Bis zum 13. April können sich Interessenten für das Schöffenamt in allgemeinen Strafsachen für Erwachsene schriftlich bei der Stadtverwaltung in 04509 Delitzsch, Markt 3, bewerben. Bewerbungsformulare gibt es im Rathaus oder sind im Internet unter www.schoeffenwahl.de herunterzuladen.

Deutsche Staatsangehörigkeit ist Bedingung

Bewerber müssen in der Stadt Delitzsch wohnen und am 1. Januar 2019 mindestens 25 Jahre alt und dürfen höchstens 69 Jahre alt sein. Bedingung ist die deutsche Staatsangehörigkeit, außerdem müssen Bewerber die deutsche Sprache ausreichend beherrschen.

Auch soziale Kompetenzen, Menschenkenntnis und Lebenserfahrung sind Voraussetzungen für diese Funktion. Wer zum Richten über Menschen berufen ist, braucht Verantwortungsbewusstsein für den Eingriff in das Leben anderer Menschen durch das Urteil. Objektivität und Unvoreingenommenheit müssen auch in schwierigen Situationen gewahrt werden, etwa, wenn der Angeklagte aufgrund seines Verhaltens oder wegen der vorgeworfenen Tat zutiefst unsympathisch ist oder die öffentliche Meinung bereits eine Vorverurteilung ausgesprochen hat.

Von Thomas Steingen

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