Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Stadt Delitzsch will sich von verwildertem Grundstück am Froschteich trennen

Bauland Stadt Delitzsch will sich von verwildertem Grundstück am Froschteich trennen

In vergangenen Zeiten pilgerten die Delitzscher gern zum Froschteich nach Kertitz, um in die gleichnamige Gaststätte einzukehren. Das Lokal gibt es schon lange nicht mehr. Das Grundstück, worauf die Wirtschaft einst stand, ist verwildert. Jetzt hat es die Stadt zum Verkauf ausgeschrieben.

Hinter diesem Tor befand sich einst ein Wohngrundstück. Mittlerweile ist es ungenutzt und verwildert. Jetzt will die Stadt das Areal verkaufen.

Quelle: Thomas Steingen

Kertitz. Am östlichen Ufer des Froschteiches im Delitzscher Ortsteil Kertitz grenzt ein Grundstück, das die Stadtverwaltung jetzt zum Verkauf ausgeschrieben hat. Äußerlich ist es unscheinbar, weil völlig zugewachsen. Nur ein altes Gartentor deutet auf das Bauland dahinter hin, wo einst die Gaststätte „Zum Froschteich“ stand, die noch zu DDR-Zeiten abgerissen worden ist.

Wie Stadtplaner Karl-Heinz Koch informiert, sei das Areal „Am Froschteich 2“, die letzte verfügbare Fläche im Bebauungsplan (B-Plan) „Wohnanlage Kertitz-Kleinwölkau“. Für das Grundstück besteht Baurecht entsprechend eines allgemeinen Wohngebietes. In einem solchen sind neben Wohnungen auch nicht störendes Gewerbe, soziale Einrichtungen oder Läden erlaubt. „Schön wäre es, wenn der Käufer eine Wohnbebauung vornehmen würde“, so Koch weiter, denn diese wäre eine schöne Abrundung des B-Plangebietes. Dieses umfasst die Bereiche beidseitig der Schenkenberger Straße (Bauernwinkel, Alter Eschenweg, Auenstraße und Kindertagesstätte Zauberhaus).

Ausschreibung läuft

Das rund 1300 Quadratmeter große Grundstück ist schon längere Zeit ungenutzt und verwildert. Westlich schließt sich ein schmaler unbefestigter Weg und der ebenfalls stark zugewachsene Froschteich an. Nördlich grenzt die Liegenschaft an zwei bebaute Einfamiliengrundstücke. Südlich und östlich davon befindet sich Grünland. „Größe und Zuschnitt der Fläche erlauben ein Einzelhaus, aber ebenso sind Reihenhäuser denkbar“, sagt Koch. Bis zum 18. September läuft die Ausschreibung. Das Mindestgebot liegt bei 89 000 Euro.

Den Verkauf hat die Stadtverwaltung schon lange im Blick. Doch erst jetzt, nachdem das neue Wohngebiet vermarktet ist und die Nachfrage nach Bauland ungemindert anhält, ist die Ausschreibung ausgelöst worden. Auch konkrete Anfragen für die besagte Fläche spielten dabei eine Rolle. „Zwei Dinge wollten wir aber abwarten – die Öffnung des verrohrten Ablaufes des Froschteiches zum Lober und den Ausbau des Radweges vom Kreisel an der Wohnanlage in Richtung Loberaue.“ Beides ist zwischenzeitlich geschehen. Als Ersatz für den Trampelpfad ist in den Jahren 2015/2016 der mehrfach geforderte Radweg bis zur Umgehungsstraße angelegt worden. Ebenso hat die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft als Ausgleichsmaßnahme den verrohrten Graben freigelegt. Dieser führt Wasser und hat für die Regulierung des als Biotop eingestuften Froschteiches Bedeutung. Für die Unterhaltung des Grabens ist die Stadt zuständig.

Übernahme des Froschteiches

Was den Froschteich betrifft, laufen Gespräche, ihn der Stadt zu übertragen. Noch ist das Gewässer im Eigentum von Frank Reiche, dem Investor, der die Wohnanlage Auenstraße entwickelt hat. „Als Verwaltung haben wir nichts dagegen. Wir sind als Stadt für den Teich sowieso in der Unterhaltungspflicht, weil durch ihn der Storkwitzer Graben fließt. Zudem erfolgt die Regenentwässerung aus dem gesamten B-Plangebiet ,Wohnanlage Kertitz-Kleinwölkau’ über den Teich. Der Stadtrat muss allerdings der Übertragung des Gewässers zustimmen“, erklärt der Bauamtsleiter. Eventuell könnte es noch in diesem Jahr eine Beschlussvorlage für den Stadtrat dazu geben, spätestens aber dann Anfang 2018, so Kochs Schätzung.

Eins ist allerdings bereits jetzt klar: Geht der Teich ins Eigentum der Stadt über, muss sie dort etwas tun. Koch verweist diesbezüglich auf den Baumbestand hin. Zudem soll der Wildwuchs am Spielplatz beseitigt werden.

Von Thomas Steingen

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Delitzsch
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Geld für Vereine der Region
    Mikrologo Angestust

    Mit der Aktion „Angestupst“ unterstützen LVZ und Sparkasse Leipzig die Vereine der Region. Die nächste Runde läuft - jetzt mitmachen und bewerben! mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

26.09.2017 - 06:30 Uhr

Laußig feiert per 4:0 gegen Dommitzsch ersten Erfolg in der Nordsachsenliga / Spitzenduo hält sich schadlos

mehr
  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr