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Delitzsch Stadtbusse in Delitzsch fahren mit Erdgas
Region Delitzsch Stadtbusse in Delitzsch fahren mit Erdgas
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10:27 04.05.2017
Oberbürgermeister Manfred Wilde (von links) und Ordnungsdezernentin Angelika Stoye lassen sich von Christian Webel die Fahrgastinformation im Bus erläutern. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Delitzsch

 Der Spruch „Delitzsch gibt umweltfreundlich Gas“, der derzeit auf drei Bussen des Delitzscher Stadtverkehrs zu lesen ist, ist zugleich Programm. Ab sofort fahren auf den innerstädtischen Linien des Unternehmens Auto Webel nur noch erdgasbetriebene Niederflurbusse.

Weniger Feinstaub, weniger CO2

„Busse mit Rucksack“ nennt Geschäftsführer Christian Webel die neuen Fahrzeuge, die nunmehr im Stadtbild auftauchen. „Wir fahren damit unter nahezu CO2-neutralen Bedingungen. Der CO2-Ausstoß ist um 98 Prozent, der Feinstaubausstoß um 75 Prozent geringer als bei dieselbetriebenen Bussen“, erklärte Webel weiter. Zudem seien die Fahrzeuge deutlich leiser, im Stand und während der Fahrt.

2016 bereits im Testbetrieb

Bereits 2016 hatte das seit 1935 in Delitzsch ansässige Omnibusunternehmen gasbetriebene Busse getestet und kam zu dem Schluss: Diese Technologie ist zuverlässig und auf jeden Fall in die derzeitige Flotte integrierbar. „Zunächst werden wir den Stadtverkehr damit ausrüsten, weitere werden folgen“, hieß es. Im Moment seien drei Busse mit Gasantrieb im Einsatz. Der 180 Kilogramm fassende Flüssiggastank befindet sich auf dem Dach der Busse und reicht im Stadtverkehrseinsatz etwa zwei Tage, wie der technische Leiter von Auto Webel, Andreas Müller, informierte. Getankt wird bei Shell in der Leipziger Straße. Landrat Kai Emanuel (parteilos) und Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) zeigten sich sehr angetan von dem Einsatz der umweltschonenden Technik. Beide würdigten auch den Mut zu einer solchen Entscheidung.

Mehr Unterhaltungsaufwand

Im Vergleich zu den Dieselfahrzeugen haben die Gasbusse nämlich einen deutlich höheren Unterhaltsaufwand. „Wir begrüßen dennoch die Entscheidung“, sagte Emanuel. Für ihn seien diese Gasmotoren eine echte Alternative, auch eine Art Brückentechnologie. Selbst die heutige Hybridtechnologie (Kopplung von Verbrennungs- und Elektromotor) ist für Emanuel nur eine Übergangsphase. Die Anschaffung der neuen Busse werde deshalb auch vom Landratsamt mit einer Zuwendung in Höhe von 60.000 Euro unterstützt. „Damit soll der Mehrbedarf gedeckt werden“, hieß es.

Pilotprojekt für den Landkreis

Zudem sehe die Landkreisverwaltung, die für den Personennahverkehr zuständig ist, in dem Vorhaben des Delitzscher Unternehmens auch ein Pilotprojekt. Die Erfahrungen könnten dann in anderen Städten, auch im ländlichen Raum einfließen. 10 000 Euro gibt die Behörde auch zur Unterstützung des Marketingprozesses.

Von Ditmar Wohlgemuth

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