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Delitzsch Stadtfest: Einigung auf neuen Vertragsentwurf
Region Delitzsch Stadtfest: Einigung auf neuen Vertragsentwurf
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18:12 14.08.2011
Durchnässte Schlosswiese, vorzeitiger Abbau: Das Regenwetter beim diesjährigen Stadtfest war ein Auslöser der Debatte um die Finanzierung von Peter & Paul. Quelle: Manfred Lüttich
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Delitzsch

Darüber informierte am Freitag Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos). Das gekündigte und das neue Papier unterscheiden sich in einigen Details, die noch im Stadtrat besprochen werden sollen. Für den 29. August ist eine Sondersitzung des Gremiums anberaumt.

Die aktuelle Einigung zwischen Rathausspitze und Festveranstaltern sei das Ergebnis „intensiver Gespräche in den vergangenen zwei Tagen“, erklärte der OBM. „Wir haben darüber geredet, unter welchen Bedingungen es gehen kann.“ Die GmbH-Gesellschafter – drei Delitzscher Gewerbetreibende – hatten bekanntermaßen die Organisation weiterer Stadtfeste abgesagt, da die Stadtverwaltung ihnen nach eigenem Bekunden zu wenig finanzielle Unterstützung zusichere. Die Kritik wurde unter anderem an Kosten für historisch geprägte Angebote festgemacht.

Nun sind GmbH und Rathaus übereingekommen, den historischen Teil des Festes komplett der Stadtverwaltung zu übertragen – Organisation, Logistik, Finanzierung. Die Weichen dafür wurden beim Sonder-Kulturausschuss des Stadtrates am Dienstag gestellt. „Wir erreichen eine bessere Vernetzung der Akteure des historischen Teils, wenn die Stadt als alleiniger Ansprechpartner agiert“, sagte Wilde. Diese Variante habe sich bereits in der Vergangenheit bewährt. „Wir haben zudem mehr Einfluss auf die historische Authentizität und Qualität.“ Die Organisation des Festumzuges und die Vergabe des Mittelaltermarkt-Programmes oblag zur jüngsten Festauflage ohnehin bereits der Stadt.

Zusätzlich wäre das Rathaus nun auch wieder Ansprechpartner für den Verein der Landsknechte. Doch der hat Ende Juli ebenfalls seine Mitwirkung aufgekündigt und dabei auf mangelnde Planungssicherheit und zu viele aufgebürdete Risiken für die Ehrenamtlichen verwiesen. OBM Wilde signalisierte am Freitag, die gewünschte Sicherheit künftig bieten zu können. Er will nächste Woche noch einmal mit den Landsknechten ins Gespräch kommen. „Wir sind gesprächsbereit“, betonte Vereinschef Frank Schade am Freitag gegenüber der Kreiszeitung. „Aber für neue Entscheidungen sind konkrete Angaben seitens der Verwaltung nötig, wie die künftige Zusammenarbeit gestaltet werden soll. Darüber werden wir dann im Verein sprechen.“

Offen ist ebenfalls noch, wie sich die Stadtratsmitglieder Ende des Monats zum Vertragsentwurf positionieren. Der Kontrakt wird sie in Kürze als Beschlussvorlage erreichen. Direkt im Vorfeld der Stadtratssitzung soll der Verwaltungs- und Finanzausschuss eine Empfehlung geben.

Geäußert hat sich bereits die Freie Wählergemeinschaft Delitzsch per Pressemitteilung. Sie begrüße den gefundenen Kompromiss, erklärte Fraktionschef Uwe Bernhardt. Dieser sei „als großer Vertrauensvorschuss der Delitzscher Bürgerschaft für die Stadtfestmacher zu sehen“. Begrüßt werde zudem, „dass die Stadt nunmehr gewillt ist, wieder mehr Verantwortung für den historischen Teil des Stadtfestes zu übernehmen. Bei etwas gutem Willen seitens der Verwaltungsspitze sollte auch eine Lösung in Bezug auf die Teilnahme der Delitzscher Landsknechte gefunden werden.“

Kay Wuerker

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