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Delitzsch Stadtkirche Delitzsch: Es geht aufwärts
Region Delitzsch Stadtkirche Delitzsch: Es geht aufwärts
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16:05 19.05.2015
Die hölzerne Tragkonstruktion, ein sogenanntes Hänge- und Sprengewerk, nimmt die Lasten der Turmhelme auf. Quelle: Alexander Bley

Die beiden neu zu errichtenden Turmhelme sind bereits in der Kontur zu sehen, der Westturm bekommt seine gewohnte Höhe zurück. Unermüdlich werden seit Tagen Holzbauteile per Kran nach oben gehievt - ein Teil des Gerüstes auf der Westseite ist extra zurückgebaut worden, damit die mitunter ausladenden Elemente einschwenken können.

Noch vor rund vier Wochen waren die Bauarbeiter vorrangig mit Abbruch beschäftigt. Im Zuge des Rückbaus der alten Turmhauben war Hausschwammbefall festgestellt worden, die obersten Ziegelschichten des Turmschaftes mussten ebenfalls abgetragen werden, um weitere Ausbreitung dieses Holz zerstörenden Pilzes zu verhindern (wir berichteten). Inzwischen ist klar: Der Hausschwamm sitzt tief, das an den Turm grenzende Kirchenschiff ist allerdings nicht betroffen. Nun gilt es, die noch verbliebenen Myzel, die sich nicht völlig entfernen lassen, dauerhaft von Feuchtigkeit abzuschirmen, dadurch neues Wachstum zu stoppen. Kleine Röhrchen in Bohrlöchern unterhalb der Mauerkrone zeigen an, wo die Baufachleute das Gemäuer mit einem speziellen Schwammsperrmittel tränken. Ein mühsamer, über Wochen dauernder Prozess.

Derweil ist die Mauerkrone mit einem aus Stahlbeton gegossenen Ring-anker versehen worden. Er leitet künftig die Lasten der Turmhelme gleichmäßig in die Mauern - zusammen mit einem sogenannten Hänge- und Sprenge-Werk, einer massiven tragenden Konstruktion aus Kiefernholz. Sie soll verhindern, dass sich in Zukunft wieder Risse im Gemäuer bilden, die ein Auslöser der aktuellen Sanierungsarbeiten sind. Wer das Tragwerk aus der Nähe betrachtet, steht vor einem gewaltigen Balken-Puzzle. Ein Kraftakt für die Zimmerleute der Bauhof H. GmbH aus dem thüringischen Nohra bei Weimar. Zwar kommen die Teile passend zugeschnitten aus einem Abbundwerk, doch das Zusammensetzen und Verankern auf der Baustelle in rund 30 Metern Höhe bedeutet Zentimeterarbeit mit tonnenschweren Lasten. Einen Eindruck davon vermittelt die Firma auf ihrer Internetseite: Unter www.bauhofh.de finden sich Bilder einer vor Ort installierten Webcam, die mehrmals täglich Bilder sendet.

"Als Nächstes wird noch der Ringanker verkleidet, mit nach historischem Vorbild im Kohleofen gebrannten Steinen, die wir extra haben anfertigen lassen", sagt Pfarrer Stephan Pecusa. Der Unterschied zu den Industriesteinen sind die diversen Farbnuancen. Der Denkmalschutz lässt grüßen. Die Bewahrer des Stadtbildes sind - neben den Bauleuten - die regelmäßigsten Gäste auf Delitzschs höchster Baustelle.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.08.2013

Kay Würker

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