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Stadtquartier Krostitz – Gemeinde soll moderne Seniorenanlage bekommen

Leben im Alter Stadtquartier Krostitz – Gemeinde soll moderne Seniorenanlage bekommen

Die Gemeinde Krostitz will im Wohngebiet Dorfmark eine Seniorenwohnstätte mit Pflege- und Betreuungsangeboten errichten lassen. Zwei Investoren wollen diese Pläne umsetzen. Neben Gabriele Horster hat Sören Kokot vom Pflegedienst Raphaelis ein Projekt eingereicht. Am Donnerstag werden beide ihre Vorhaben in der öffentlichen Gemeinderatssitzung präsentieren.

Für den Bereich der Tagespflege gibt es diese Gestaltungsvariante.

Quelle: PlanKonzept GmbH

Krostitz. In der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend werden in Krostitz zwei Investoren ihr Wohnprojekt für Senioren vorstellen, das sie im Brauereidorf verwirklichen wollen. Neben Gabriele Horster, die mit einer genossenschaftlich organisierten Seniorenwohnstätte für 40 Bewohner der Generation 60 plus, verbunden mit zwölf Tagespflegeplätzen und vier Kurzzeitpflegezimmern sowie einem ehrenamtlich betriebenen öffentlichen Bürgercafé bei den Gemeinderäten punkten möchte, wird Sören Kokot, Mehrheitsgesellschafter der Pflegedienst Raphaelis GmbH aus Leipzig, sein Projekt präsentieren.

Dieses basiert auf einer früheren Planung der Firma PlanKonzept aus Sandersdorf-Brehna, das sie der Gemeinde Krostitz im Jahr 2014 vorgeschlagen hatte. Damals fehlte aber noch ein Investor, der die Pläne umsetzen und eine solche Einrichtung betreiben würde. Schon damals suchte die Gemeinde einen Weg, um im Ort eine betreute Wohnform mit Pflegeangeboten zu etablieren. „Denn unser Problem ist, dass pflegebedürftige Menschen, wenn sie nicht zu Hause betreut werden können, in ein Heim in einer anderen Gemeinde oder Stadt müssen. Davor haben viele Angst“, sagt Bürgermeister Wolfgang Frauendorf (CDU). „Deshalb brauchen wir in Krostitz altersgerechten Wohnraum mit Pflege- und Betreuungsangeboten.“

Tages- bis Intensivbetreuung

Kokots Projekt knüpft an diesen Wunsch an. „Wir wollen kein Heim, sondern wir setzen grundsätzlich auf betreutes Wohnen, wobei die Bewohner freie Entscheidungsfreiheit haben. Wer bei uns einzieht, muss seine Wohnung auch in dem Fall nicht wieder verlassen, wenn er Intensivpflege benötigt, denn das können wir in unsere Einrichtung gewährleisten“, erklärt Sören Kokot. Ähnliche Einrichtungen wie die in Krostitz geplante betreibt Raphaelis in Leipzig und in Eilenburg mit dem Röberstift.

Seit 2014 ist Frauendorf mit Kokot in Kontakt und seit Januar 2015 entwickelt die Firma PlanKonzept in Kooperation mit dem Bauherrn Raphaelis und der Gemeinde Krostitz das als „Stadtquartier Krostitz“ bezeichnete Projekt. Wie Kokot betont, seien auch die mit dem 2017 in Kraft tretenden zweiten Pflegestärkungsgesetz verbundenen Veränderungen berücksichtigt. Deshalb kämen in seinem Konzept keine Wohngruppen vor.

35 barrierefreie Wohnungen

Geplant sind vielmehr 35 barrierefreie Wohnungen mit einer Größe von zirka 30 bis 70 Quadratmeter Wohnfläche, für die die Warmmiete zwischen 300 und 700 Euro betragen soll. 25 Wohnungen davon sind Zwei- beziehungsweise Drei-Raum-Appartements mit separater Küche, Balkon oder Terrasse – der Rest Ein-Raum-Appartements. Im Quartier ebenfalls vorgesehen ist Verhinderungs- und Tagespflege mit einer Begegnungsstätte. Eine Sozialstation für den Pflegedienst rundet das Projekt ab. In den Gemeinschaftsräumen sieht das Konzept eine Betreuung durch Pflegehilfskräfte vor.

Kirchenland

Welches der beiden Projekte im Wohngebiet Dorfmark realisiert werden kann, hängt nicht allein von der Gemeinde ab, denn das Land, auf dem die Einrichtung gebaut werden soll, ist Eigentum der evangelischen Kirche, die es auf Erbpachtbasis zur Verfügung stellt. „Der Gemeinderat wird aber eine Empfehlung aussprechen“, sagt Frauendorf.

Von Thomas Steingen

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Krostitz
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