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Delitzsch Stadtrat Delitzsch scrollt, statt Papier zu wälzen
Region Delitzsch Stadtrat Delitzsch scrollt, statt Papier zu wälzen
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20:00 14.06.2016
Scrollen statt blättern: papierlos funktioniert der Delitzscher Stadtrat seit gut einem halben Jahr. Quelle: Wolfgang Sens
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DELITZSCH

Es hat sich mit den Papierbergen. Stadtratssitzungen in Delitzsch laufen jetzt so: Tablet raus, Beschlussvorlage öffnen, darin scrollen, nicht blättern, und weiter. Ratsinformationssystem (RIS) heißt das digitale Instrument, das nach kurzer Testphase im Januar offiziell an den Start kleinstädtischer Politik ging. Knapp 7000 Euro wurden in das elektronische Recherchesystem zur Information und Dokumentation investiert.

Nur manchmal, berichtet Holger Kleinert (Freie Wählergemeinschaft) klemmt es. Privat nutzt er eine andere Marke als das Tablet von Samsung, das den Stadträten zur Verfügung gestellt wird. Er muss dann in der Bedienweise umdenken. „Manchmal reagiert das Gerät auch zu langsam, gerade, wenn viele Beschlussvorlagen schnell aufgerufen werden“, berichtet der Stadtrat. Auch das Aufrufen der Dokumente nach Drucksachen-Nummern sei mitunter schwer. „Da würde ich mir wünschen, dass man die Dateinamen für sich ändern kann“, so Kleinert. Statt nach Drucksache 25-16 könnte er die geladenen Dokumente dann „Freibad“ oder „B-Plan“ nennen und schneller finden. Zu den Fraktionssitzungen jedoch druckt Uwe Bernhardt, der Vorsitzende der Freien Wähler die Beschlussvorlagen aus und sie werden Punkt für Punkt durchgegangen – da ist Papier einfach unschlagbar.

Verbesserungen gewünscht

Die Einführung des RIS sei richtig und überfällig gewesen, heißt es auch von den Stadtratsbänken der SPD. „Der Informationsfluss wurde verbessert“, meint Fraktionsvize Rüdiger Kleinke. Nur ein paar kleine Schwierigkeiten habe es zur Einführung gegeben – beim Aufrufen der Beschlussvorlagen oder wenn Vorlagen nicht rechtzeitig ins System gestellt wurden. Wünschenswert aus Sicht der Fraktion sei, dass auch Tischvorlagen kurzfristig eingepflegt werden oder die Zusammenfassung aller Anträge in einem Dokument, damit dieses offline bearbeitet werden kann.

Zufrieden ist auch die Stadtverwaltung: „Es wird im Vergleich zu den früher aufgewendeten Papiermengen nun nahezu papierlos gearbeitet“, lautet die Bilanz. Einige Stadträte wünschen sich eine Umsortierung der Vorlagen mit den aktuellen Punkten am Anfang der Liste, in der normalen Ansicht muss derzeit ab Januar einiges geklickt werden, um an die jetzt gefragten Vorlagen zu kommen. Hier rät die Verwaltung, die Kalender-Funktion zu nutzen und sich taggenau zu den Tagesordnungen zu klicken. Pro Monat loggen sich etwa 40 bis 45 Nutzer in das RIS ein, durchschnittlich wurden vier Log-ins pro Nutzer gezählt.

Von Christine Jacob

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