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Delitzsch Stadtwerke Delitzsch bauen Fernwärmeversorgung aus
Region Delitzsch Stadtwerke Delitzsch bauen Fernwärmeversorgung aus
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00:34 07.04.2018
Der Austausch von Modulen im Blockheizkraftwerk der Stadtwerke Delitzsch in der Sachsenstraße geschieht regelmäßig und im Interesse der Versorgungssicherheit mit Fernwärme. Hier passierte es 2015. Quelle: Alexander Bley
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Delitzsch

Die Fernwärmeversorgung wird an Bedeutung gewinnen, stellte kürzlich Stadtwerke-Geschäftsführer Robert Greb beim Besuch des sächsischen Staatsministers der Finanzen, Matthias Haß (CDU), fest und machte dies vor allem am Preis-Leistungs-Verhältnis fest. Die Stadtwerke Delitzsch (SWD) werden auch deshalb in diesem Jahr weitere Objekte an ihr Netz anschließen. „Zum Beispiel das Dienstleistungszentrum in der Straße der Jugend, aber auch das Fachmarktzentrum II, dort wo sich das Dänische Bettenlager befindet“, teilte Michael Denef, Prokurist und technischer Geschäftsführer, auf Anfrage mit. „Bereits im vergangenen Jahr wurde Kaufland angeschlossen. Dort wurde bislang mit Öl geheizt.“ Folgen würden zudem weitere Wohnobjekte wie unter anderem in der Securiusstraße, wo derzeit die Wohnungsgesellschaft der Stadt 54 neue Wohnungen schafft.

Effizient und umweltschonend

„Die Fernwärmeversorgung ist unter den derzeitigen Rahmenbedingungen nach wie vor eine zukunftsfähige Energieversorgung“, betonte Denef. „Unsere Fernwärme hat zudem den sehr guten Primärenergiefaktor 0,057.“ Im Vergleich dazu liege Öl bei einem Faktor 1,0.

Durch die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom in den Kraft-Wärme-Kopplungs-Einheiten (KWK) der SWD sei die Erzeugung sehr effizient und umweltschonend. Die SWD verfügen über drei KWK-Einheiten sowie über zwei Heizkessel.

Anlagen ausreichend dimensioniert

„Es gab und gibt keinerlei Probleme mit der Bereitstellung von Fernwärme“, erklärte Michael Denef. Auch länger anhaltende Minustemperaturen würden nicht dazu führen, die Kapazität der vorhandenen Anlagen an ihre Grenzen zu bringen. „Sie sind ausreichend dimensioniert“, sagte der Technik-Chef. Selbst beim Totalausfall der KWK-Einheiten würde mit den zwei Gasheizkesseln die Fernwärmeversorgung gesichert. Dass sich die kälteren Tage insbesondere in der ersten Hälfte des Jahres ansammeln, sei aus SWD-Sicht kein Problem. Über das Jahr gleiche sich der Bedarf dann aber meist an. Das Blockheizkraftwerk in der Sachsenstraße laufe automatisch und je nach Wärmebedarf könnten die einzelnen Erzeugungseinheiten hinzugeschaltet werden.

56 Gebäude werden versorgt

Die Stadtwerke Delitzsch verfügen derzeit über 5,5 Kilometer lange Fernwärmeleitungen, die insbesondere bei Neuanschlüssen nach dem neuesten Stand der Technik hergestellt und verlegt werden. Hinzu kommen 41 Hausanschlussstationen und 22 dezentrale Anlagen. „Letztere befinden sich zumeist in Delitzsch-Ost, aber auch in Döbernitz“, zählte Denef auf. Etwa 33 Objekte werden damit versorgt. Die Anlagen sind mit Gastbrennwerttechnik, teils auch gekoppelt mit Solarthermie sowie als Mini-Blockheizkraftwerk ausgestattet.

„Momentan versorgen wir insgesamt 56 Wohngebäude in Delitzsch Nord und West mit Fernwärme. Konkret sind das etwa 2370 Wohnungen. Die Wohnungsbaugenossenschaft Aufbau, die Wohnungsbaugesellschaft der Stadt und einige kommunale Gebäude sind unsere größten Kunden“, hieß es aus den Stadtwerken.

SWD investieren 800 000 Euro

In den vergangenen Jahren investierten die Stadtwerke etwa 1,4 Millionen Euro in die Wärmeversorgung. „Für dieses Jahr sind etwa 800 000 Euro geplant“, teilte der technische Geschäftsführer mit, macht den Gesamtumfang aber von der Realisierung der Projekte abhängig.

Viel Geld floss beispielsweise 2017 in den Kesseltausch im BHKW, aber auch in den Anschluss des Einkaufszentrums. Einem regelmäßigen Wechsel unterliegen auch die Module der KWK.

Von Ditmar Wohlgemuth

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