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Delitzsch Stadtwerke Delitzsch investieren 2,5 Millionen Euro ins Netz
Region Delitzsch Stadtwerke Delitzsch investieren 2,5 Millionen Euro ins Netz
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00:35 18.03.2018
Die Stadtwerke Delitzsch wollen in diesen Jahr auch ein Modul im Blockheizkraftwerk Nord instandsetzen und optimieren. Quelle: Heike Liesaus
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Delitzsch

Erschließung und Erneuerung – die Liste der Bauprojekte der Stadtwerke Delitzsch (SWD) für dieses Jahr ist lang. Und 2,5 Millionen Euro schwer. Auch 2018 will das Unternehmen die Versorgungsnetze und -anlagen für Strom, Gas und Wärme nicht allein reparieren und instand halten, sondern auch erweitern.

Die größte Investition: Der Austausch der Mittelspannungsleitungen auf zwei Trassen-Abschnitten von der Benndorfer Landstraße zum Werkstättenweg und von dort zur Dübener Straße. „Das bedarf intensiver Vorbereitungen. So muss die Trassenlage geklärt, muss mit den Eigentümern gesprochen werden“, erklärt Michael Denef, technischer Leiter bei den SWD. Auf Feldern ist auch auf Anbauzeiten Rücksicht zu nehmen. Für Bahntrassen-Kreuzungen sind Genehmigungen und Abstimmungen nötig. Die Arbeiten werden voraussichtlich ab dem Sommer bis zum Jahresende dauern. „Hier liegen Kabel teils seit den 70er-Jahren in der Erde. Die Störungsanfälligkeit steigt“, unterstreicht Geschäftsführer Robert Greb.

Anschluss für Wohngebiete

Auch im Niederspannungsbereich wird weiter erneuert. „Viele unserer Maßnahmen stehen in Verbindung zur Realisierung der Wohngebiete, die in Delitzsch immer gefragter sind“, erläutert Michael Denef. Beispiele sind die Alte Stadtgärtnerei, aber auch die Hotelanlage mit dem Wasserturm, der saniert und umgebaut werden soll. Aufgrund der laufenden Erweiterung bei Kaufland an der Sachsenstraße sind die Stadtwerke ebenfalls gefragt: Sie errichten dort eine Mittelspannungstrasse und eine Trafostation. Bereits im vergangnen Jahr schlossen sie den Supermarkt ans Fernwärmenetz an. Den bekommt 2018 auch der Fachmarkt mit dem Dänischen Bettenlager nebenan. Er ersetzt eine alte, weniger umweltfreundliche Ölkesselanlage.

Bauprojekte 2018

Stromnetz: Mittelspannungs-Strecken: ab Benndorfer Landstraße bis Werkstättenweg und bis zur Dübener Straße sowie Am Stadtwald, Am Kaufland; Neubau Trafostationen: Kaufland, Schenkenberg; Neuerschließung mit Trafostation, Mittel- und Niederspannungsnetz: Am Wasserturm; Erschließung: Lauesche Straße, Alte Stadtgärtnerei; Erneuerung Niederspannungsleitungen: Lindenstraße (mit Hausanschlüssen), Chronist-Lehmann-Weg; Teilnetz-Erneuerung und -Erweiterung in Schenkenberg, Teilnetzerneuerung mit Hausanschlüssen: Am Stadtwald.

Gasnetz: Auswechslung Leitung und Hausanschlüsse: Querstraße und Nordstraße; Auswechslung Leitung: Karl-Marx-Straße; Erschließung: Am Wasserturm, Lauesche Straße, Alte Stadtgärtnerei; Teilnetz-Erweiterung: Schenkenberg; Wechsel Hausanschlüsse: Holzstraße und Am Stadtwald.

Wärmeversorgung: Neuanschluss: Fachmarkt II (Dänisches Bettenlager), Wohnungsbau Securiusstraße, Bau Mini-Blockheizkraftwerk Valere-Heim und Heizanlage Wohnungsbau Rackwitz; Leistungsoptimierung und Instandsetzung: Blockheizkraftwerk Nord.

Das Valere-Seniorenwohnheim soll indessen ab 2018 mit einem Mini-Blockheizkraftwerk der SWD nicht allein erwärmt werden, sondern auch einen Großteil des Stroms für den eigenen Verbrauch selbst produzieren können. Für die Wohnungsbaugesellschaft in Rackwitz bauen die Stadtwerke eine Wärmeversorgungsanlage. „Wir sind für solche dezentralen Lösungen ständig mit Bauherren, die in unserem Versorgungsgebiet Wohnanlagen errichten, im Gespräch“, berichtet Robert Greb.

Zum 2,5-Millionen-Euro-Paket gehört weiterhin die Instandsetzung und Leistungsoptimierung eines Moduls im Blockheizkraftwerk Nord, das quasi als Wahrzeichen der Stadtwerke am Firmensitz in der Sachsenstraße im Dienst steht. Es soll künftig aus weniger Primärenergie mehr Wärme und Strom erzeugen können.

Info vor dem Baustart

Ähnlich wie beim Stromnetz sieht es beim Gas aus: Alte Leitungen wie in der Quer-, der Nord- und in der Karl-Marx-Straße werden ausgetauscht, neue Wohngebiete angeschlossen. Besonders bei den Arbeiten am Wärmenetz wird beachtet, dass sie in der heizungsfreien Jahreszeit durchgezogen werden. Sobald es die Witterung zulässt, wollen die Stadtwerke mit den Arbeiten am Stromnetz starten. In der Lindenstraße sind im Januar/Februar vorbereitend bereits Kabelkanäle im Spülbohrverfahren gegraben worden. Für Behinderungen oder Erschwernisse wird schon jetzt um Verständnis gebeten. Konkret werden Anwohner vor Baustart jeweils von den Stadtwerken oder von der beauftragten Firma informiert.

Von Heike Liesaus

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