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Delitzsch Städtische Unternehmen investieren 100000 Euro in neue Solartechnik
Region Delitzsch Städtische Unternehmen investieren 100000 Euro in neue Solartechnik
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22:31 29.11.2009
Delitzsch

Nach vierwöchigen Bauarbeiten gingen gestern offiziell zwei Solaranlagen, gekoppelt mit neuer Brennwert-Heiztechnik, in der Johannes-R.-Becher-Straße in Betrieb.

Dass demnächst die Heizung im Delitzscher Schloss abgestellt und künftig wieder nur mit Kaminen geheizt werden soll, war vom Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) beim Vor-Ort-Termin nicht ernst gemeint. Ein ehrgeiziges Ziel, zu dem auch die gestrige symbolische Inbetriebnahme einer Solaranlage auf WGD-Wohnblöcken einen Teil beiträgt, hat der erste Bürger der Stadt trotzdem. Delitzsch soll sich rein rechnerisch gesehen, autark mit Energie versorgen. „Das, was wir an Strom beispielsweise verbrauchen, soll auch im Stadtgebiet erzeugt werden“, bekundete Wilde. Man sei dabei auf einem gutem Weg, zu dem sich auch der Stadtrat erst jüngst bekannt hatte (wir berichteten).

In dem Zusammenhang würdigte er das beispielhafte Zusammengehen von WGD und Technischen Werken Delitzsch (TWD). Es sei eine gute Lösung gefunden worden, die auch den Mietern hilft zu sparen. Jörn Otto, TWD-Geschäftsführer, berichtete, dass zunächst vergleichbare, bereits laufende Anlagen besichtigt und Erfahrungen der Betreiber ausgewertet wurden. „Wir nutzen in erster Linie Objekte in Südausrichtung“, stellte Hedwig Reiter, WGD-Geschäftsführerin, fest. Welchen Effekt die Solarkollektoren auch im Winter erreichen, bewies WGD-Prokurist Hans-Jürgen Kraskin aktuell mit Zahlen. Demnach registrierte das Messgerät auf einem Dach an den Solarkollektoren eine Temperatur von 64 Grad Celsius.

Die eingefangene Sonnenenergie erhitzte die im Keller liegenden Warmwasserspeicher deutlich bis auf 25 Grad. Das Wasser kommt üblicherweise mit zehn Grad frisch in die Tanks.

Für die Solaranlagen, jeweils eine auf dem Haus Becher-Straße 11 bis 14 und 15 bis 19, investierte die WGD 63 000 Euro. Für die neue Brennwert-Heiztechnik nahmen die TWD 40 000 Euro in die Hand. „Wir hoffen, dass sich die Ergebnisse so entwickeln, wie wir sie prognostiziert haben“, so beide Geschäftsführer. Die Anlagen sind auf die Leittechnik der TWD geschaltet. Betriebsdaten lassen sich damit schnell und einfach erfassen.

Ditmar Wohlgemuth

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