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Standortfrage ist offen

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Der Wiedemarer Gemeinderat will bis 2019 beide Grundschulstandorte, den in Wiesenena und den in Kyhna, erhalten. Diese Forderung fixierte er in einem Beschluss, dem mehrheitlich zugestimmt wurde (wir berichteten).

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Die Grundschule Kyhna ist ein Schulstandort in der Gemeinde Wiedemar, ein weiterer ist Wiesenena. Spätestens 2019 wird es nur noch einen geben dürfen.

Quelle: Ditmar Wohlgemuth

Wiedemar. Begründet wurde die Entscheidung insbesondere damit, dass die Gemeinde Wiedemar Zeit braucht, um einen Grundschulstandort so zu entwickeln, dass er alle Schüler aufnehmen kann. Eine Debatte, um welchen Schulstandort es sich dabei handelt, ist bislang noch nicht öffentlich entfacht.

Erstmals 2017 soll keine erste Klasse in Wiesenena mehr eingeschult werden. Dort, so die Vorstellung des sächsischen Kultusministeriums, schließen die Türen der Schule dann endgültig am 31. Juli 2019. In den vergangenen Monaten habe es einen regen Gedankenaustausch mit der sächsischen Bildungsagentur gegeben. Ein Kompromiss schien gefunden, von dem die Behörde nun wieder abrückte. Sie pochte darauf, Einschulungen nur zu genehmigen, wenn die Mindestkinderzahl von 15 erreicht wird. "So war das aber nicht verabredet", erklärte Ratsmitglied Volker Bühlig (SPD). "Die Absprache lautete, dass in beiden Schulen 28 Kinder eingeschult werden müssen." Karin Bödemann (CDU) erinnerte in dem Zusammenhang daran, dass dieser Vorschlag "nicht mal von uns kam".

René Martin (SPD) pochte auf die benötige Zeit, um einen neuen Schulstandort auch baulich herrichten zu können. Fördermittel seien nötig, die Beantragung dauere, auch das Bauen selbst brauche Zeit. "Wir werden gezwungen Geld auszugeben, obwohl beide Schulstandorte funktionieren. Die Bedingungen dort sind sehr gut", bemerkte Ute Meißner (SPD).

Die Gemeinde hat mit der bevorstehenen Schulschließung zudem ein weiteres Problem: die Rückforderung von Fördermitteln für Sanierungsarbeiten. 2001 sei Geld geflossen, die Bindungsfrist währe 25 Jahre. Wenn 2019 die Schließung erfolgt, werde die Zweckbindung nicht erreicht, anteilig werde die Förderung zurückgefordert. "Je weiter die Schließung hinausgeschoben werden kann, desto niedriger ist die Forderung", machte Bühlig deutlich. Unbedingt verhindert werden müsse die Abwanderung von Schülern in andere Schulen. Das unterschiedliche Aufkommen von einschulpflichtigen Kindern nach Wiesenena beziehungsweise Kyhna versuchte die Wiedemarer Verwaltung mit einer Schulbezirkssatzung zu steuern. Diese Idee ist jedoch gänzlich vom Tisch. "Wir können nicht jedes Jahr eine neue Satzung beschließen", so René Martin. Die Eltern bräuchten Sicherheit, wollen wissen, wo ihre Kinder künftig eingeschult werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.05.2013

Ditmar Wohlgemuth

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